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    Beitrag von gnadenlos Di 09 Jan 2018, 22:20

    Ballerspiele unter 18 Jahren verboten. Nicht so bei der Bundeswehr.

    "Damit ist die Zahl der Verpflichtungen von Minderjährigen seit Aussetzen der Wehrpflicht kontinuierlich gewachsen: von 689 im Jahr 2011 auf 1907 im Jahr 2016. Besonders stark ist die Zahl der minderjährigen Soldatinnen gestiegen - sie hat sich seit 2011 (57) fast verachtfacht. Auch nach der sechsmonatigen Probezeit waren 90 Soldaten noch nicht volljährig." http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundeswehr-zahl-der-minderjaehrigen-soldaten-verdreifacht-sich-aid-1.7308891

    Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird man das Mindestalter auf 16 Jahre senken (laut der UN-Kinderrechtskonvention gelten nur Soldaten unter 15 Jahren als Kindersoldaten, sofern sie direkt an Feindseligkeiten beteiligt sind). Da ist also noch viel Luft, um die Lücken aufzufüllen, die durch die Abschaffung der Wehrpflicht entstanden sind.
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    Beitrag von Katana Mi 10 Jan 2018, 08:36

    gnadenlos schrieb:Ballerspiele unter 18 Jahren verboten. Nicht so bei der Bundeswehr.

    "Damit ist die Zahl der Verpflichtungen von Minderjährigen seit Aussetzen der Wehrpflicht kontinuierlich gewachsen: von 689 im Jahr 2011 auf 1907 im Jahr 2016. Besonders stark ist die Zahl der minderjährigen Soldatinnen gestiegen - sie hat sich seit 2011 (57) fast verachtfacht. Auch nach der sechsmonatigen Probezeit waren 90 Soldaten noch nicht volljährig." http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundeswehr-zahl-der-minderjaehrigen-soldaten-verdreifacht-sich-aid-1.7308891

    Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird man das Mindestalter auf 16 Jahre senken (laut der UN-Kinderrechtskonvention gelten nur Soldaten unter 15 Jahren als Kindersoldaten, sofern sie direkt an Feindseligkeiten beteiligt sind). Da ist also noch viel Luft, um die Lücken aufzufüllen, die durch die Abschaffung der Wehrpflicht entstanden sind.

    Mal abgesehen davon , das sich an den Einstellungskriterien der Bundeswehr seit Jahren in dieser Hinsicht nichts geändert hat , schon zu meiner Bundeswehrzeit vor 35 Jahren war 17 das niedrigste mögliche Einstiegsalter, was ja auch sinnvoll ist . Von daher kann ich das derzeitige Geschrei nicht ganz nachvollziehen und sehe auch keinen Grund zu befürchten, dass es weiter runter gehen sollte .

    Diese Tendenz ist auch bei jeder Berufsarmee die gleiche , mit 17 Jahren wird angefangen , wobei das erste Jahr nur aus Ausbildung besteht .
    Die Bundeswehr erfüllt dabei auch eine wichtige Funktion , sie nimmt im Bereich der Unteroffizierslaufbahn viele junge Leute auf , die aus unterschiedlichsten Gründen es bis dahin nicht gepackt haben eine Lehrstelle im zivilen Bereich zu bekommen , sei es aus mangelhafter Schulbildung oder mangelnder Reife fürs Berufsleben . Man kann dabei vom Drill der Bundeswehr halten was man will , bevor die Jungs und Mädels auf Hartz4 rumdümpeln oder Hilfsarbeiter Jobs auf Lebenszeit anstreben , ist die Bundeswehr eine sinnvolle Alternative und wenn es nur für 4 Jahre ist , da sie die einzige Institution ist , die bei den jungen Leuten mal Grund reinbringen kann in Form von ein bisschen Selbstdisziplin u.a. positiven Eigenschaften wie Ausbildung oder nachgeholte Schulabschlüsse.
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    Beitrag von gnadenlos Mi 10 Jan 2018, 14:00

    Katana schrieb:

    Mal abgesehen davon , das sich an den Einstellungskriterien der Bundeswehr seit Jahren in dieser Hinsicht nichts geändert hat , schon zu meiner Bundeswehrzeit vor 35 Jahren war 17 das niedrigste mögliche Einstiegsalter, was ja auch sinnvoll ist . Von daher kann ich das derzeitige Geschrei nicht ganz nachvollziehen und sehe auch keinen Grund zu befürchten, dass es weiter runter gehen sollte .

    Diese Tendenz ist auch bei jeder Berufsarmee die gleiche , mit 17 Jahren wird angefangen , wobei das erste Jahr nur aus Ausbildung besteht .
    Die Bundeswehr erfüllt dabei auch eine wichtige Funktion , sie nimmt im Bereich der Unteroffizierslaufbahn viele junge Leute auf , die aus unterschiedlichsten Gründen es bis dahin nicht gepackt haben eine Lehrstelle im zivilen Bereich zu bekommen , sei es aus mangelhafter Schulbildung oder mangelnder Reife fürs Berufsleben . Man kann dabei vom Drill der Bundeswehr halten was man will , bevor die Jungs und Mädels auf Hartz4 rumdümpeln oder Hilfsarbeiter Jobs auf Lebenszeit anstreben , ist die Bundeswehr eine sinnvolle Alternative und wenn es nur für 4 Jahre ist , da sie die einzige Institution ist , die bei den jungen Leuten mal Grund reinbringen kann in Form von ein bisschen Selbstdisziplin u.a. positiven Eigenschaften wie Ausbildung oder nachgeholte Schulabschlüsse.  

    Ja, aber ....

    Die BW hatte tatsächlich schon damals U18 dabei, aber deutlich weniger (prozentual sogar um ein erheblich Vielfaches!). Das ist, ganz unabhängig von der BW, eine klare Fehlentwicklung in der Gesellschaft. Die BW kann und darf kein Sammelbecken für gescheiterte Jugendliche bzw. Sozialamt der Gesellschaft sein.
    Für die BW selbst ist es auch eine klare Fehlentwicklung. Die Zahl der Abbrecher steigt nämlich ebenso. Dafür sinkt das Niveau. Zwar finden sich noch ausreichend Bewerber für die höheren Laufbahnen, aber gute Führungkräfte brauchen auch eine gute Mannschaft. Und ganau da wird es immer schwieriger, gute Leute aus dem kleinen Becken der Freiwilligen zu rekrutieren (Quelle: "mein" Oberst).

    Ich bin für die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Smile
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    Beitrag von Katana Mi 10 Jan 2018, 15:42

    gnadenlos schrieb:
    Ich bin für die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Smile

    Nicht vergessen , wegen der Verkleinerung der Bundeswehr , war eine Umsetzung der Wehrpflicht im Rahmen des Grundgesetzes nicht mehr möglich .
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    Beitrag von gnadenlos Mi 10 Jan 2018, 16:30

    Katana schrieb:

    Nicht vergessen , wegen der Verkleinerung der Bundeswehr , [...]

    Das ist ja das ganze Übel.
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    Beitrag von Katana Mi 10 Jan 2018, 21:33

    gnadenlos schrieb:

    Das ist ja das ganze Übel.

    Sprich also die BW wieder vergrößern und dann Wehrpflicht .

    Ich weiß nicht , eine Wehrpflicht passt finde ich nicht wirklich zu einer Demokratie , allenfalls ein Staatsjahr für beiden Geschlechter , wo man vollkommen frei aussuchen kann , ob sozialer Dienst oder BW .
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    Beitrag von Gast Do 11 Jan 2018, 11:49

    Katana schrieb:

    Sprich also die BW wieder vergrößern und dann Wehrpflicht .

    Ich weiß nicht , eine Wehrpflicht passt finde ich nicht wirklich zu einer Demokratie , allenfalls ein Staatsjahr für beiden Geschlechter , wo man vollkommen frei aussuchen kann , ob sozialer Dienst oder BW .
    Wehrpflicht passt eigentlich nicht ins 21. Jahrhundert. Die Menschheit hätte eigentlich so weit sein müssen das sie sich nicht gegenseitig überfallen, verdrängen und ermorden will.
    Aber das wird wohl nicht mal was im 31. Jahrhundert. So gesehen bin ich für die Wehrpflicht. Ich wäre auch für etwas wie die FDJ, oder seiner Zeit die HJ.
    Die Ziele die man der Jugend gibt sind ja steuerbar. Aber man bekäme sie besser wieder in den Griff, und sie würden mal mit ihrem Arsch hoch kommen.
    Auch dieser ganze H4 Nachwuchs ( der asoziale Teil ) könnte lernen sich zu bewegen und das eine Gesellschaft anders funktioniert.
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    Beitrag von Katana Do 11 Jan 2018, 12:04

    Tat2 schrieb:
    Wehrpflicht passt eigentlich nicht ins 21. Jahrhundert. Die Menschheit hätte eigentlich so weit sein müssen das sie sich nicht gegenseitig überfallen, verdrängen und ermorden will.
    Aber das wird wohl nicht mal was im 31. Jahrhundert. So gesehen bin ich für die Wehrpflicht. Ich wäre auch für etwas wie die FDJ, oder seiner Zeit die HJ.
    Die Ziele die man der Jugend gibt sind ja steuerbar. Aber man bekäme sie besser wieder in den Griff, und sie würden mal mit ihrem Arsch hoch kommen.
    Auch dieser ganze H4 Nachwuchs ( der asoziale Teil ) könnte lernen sich zu bewegen und das eine Gesellschaft anders funktioniert.

    Das Problem ist bei der Bundeswehr auch die veränderte Priorität der Art ihrer Einsätze .

    Selbst wenn ich wirklich nur solche Auslandseinsätze einbeziehe , die unter UN Mandat laufen , ist dies mit Wehrpflichtigen nicht machbar . Du könntest so gut wie niemandem in Deutschland
    den Tod eines Wehrpflichtigen plausibel machen , wenn er bei einem solchen Einsatz umkommt . Die damalige Truppenzusammensetzung , zu der Zeit wie ich aber zum Beispiel meinen Wehrdienst abgeleistet habe , ließe einen Auslandseinsatz ohne Wehrpflichtige aber nicht zu , da fehlen dann zur vollen Einsatzbereitschaft zu viele Leute.

    Und man kann über die Auslandseinsätze durchaus geteilter Meinung sein , aber die Unterstützung von UN Missionen ist heute Verpflichtung , wenn man außenpolitisch ein gewisses Gewicht haben will , nur über die Wirtschaft geht das nicht .

    Man steht also vor einem Dilemma .

    Einzige Möglichkeit , die ich da sehe , wäre eben ein Staats oder Sozialjahr im Rahmen der Gleichberechtigung für beide Geschlechter verpflichtend , wo eine freie Wahl der Art des Dienstes stattfindet . Bei der Bundeswehr müsste man dann die Truppen so gliedern , dass bei Ausbildungseinheiten mit Wehrpflichtigen keine Auslandseinsätze vorkommen .

    Was die Jugendorganisationen angeht ist Deutschland eigentlich gut aufgestellt , von Vereinen bis hin zur freiwilligen Feuerwehr oder dem THW , ein Problem sehe ich da eher im Unterschied zwischen Land und Stadtbevölkerung , da im ländlichen Bereich diese Organisationen erheblich erfolgreicher als im städtischen arbeiten .
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    Beitrag von Gast Do 11 Jan 2018, 12:09

    Weil diese Organisationen in den Städten nicht bis zu den Jugendlichen vordringen. Die muß man wirklich mehr locken. Mit Jugendcamps die kostenlos sind. Landverschickung usw.
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    Beitrag von Katana Do 11 Jan 2018, 12:18

    Tat2 schrieb:Weil diese Organisationen in den Städten nicht bis zu den Jugendlichen vordringen. Die muß man wirklich mehr locken. Mit Jugendcamps die kostenlos sind. Landverschickung usw.

    Jepp , da wäre Vater Staat durchaus mal gefragt , gerade über kostenlose Ferienangebote diesen Organisationen mal die städtischen Mitglieder zuzutreiben :-))

    Ein THW Feriencamp mit nem kleinen Zivilschutz Kurs zu koppeln , wäre sicherlich nicht das schlechteste und dem Teamwork sowie dem Sozialverhalten sicher nicht abträglich .

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