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    Erdölexportierende Länder

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    Beitrag von Abriter Di 18 Dez 2018, 13:20

    Auf die Ölstaaten kommen keine rosigen Zeiten zu. Mit dem absehbaren Aussterben des Verbrennungsmotors sinkt der Bedarf an Erdöl.

    Werden zum Ausgleich die Preise nach oben schießen? Oder sorgt ein Weltpolizist dafür, dass der eine odere andere Ölstaat renaturiert wird?

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    Beitrag von Oskar Di 18 Dez 2018, 17:33

    Abriter schrieb:Auf die Ölstaaten kommen keine rosigen Zeiten zu. Mit dem absehbaren Aussterben des Verbrennungsmotors sinkt der Bedarf an Erdöl.

    Werden zum Ausgleich die Preise nach oben schießen? Oder sorgt ein Weltpolizist dafür, dass der eine odere andere Ölstaat renaturiert wird?

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    Ja es kommen schwere Zeiten, auch für das Land des Weltpolizisten und insbesondere für das Schwellenland Russland.

    Ab Mitte des Jahrhunderts soll ja ganz auf fossile Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas etc.) verzichtet werden. Energie (Strom, Wärme, Verkehr) soll dann nur noch aus Wind, Sonne und Wasser erzeugt werden, hört sich fast besser an, als das Bayerische Reinheitsgebot für Bier.
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    Beitrag von Oskar Mi 19 Dez 2018, 19:32

    Ja so geht alles mal zu Ende. Im Pott wurde die letzte Zeche dicht gemacht.
    Auf Schalke erklang heute gegen Leverkusen wohl zum letzten Mal "Glückauf der Steiger kommt..."
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    Beitrag von Trulla Mi 19 Dez 2018, 23:45

    Abriter schrieb:Auf die Ölstaaten kommen keine rosigen Zeiten zu. Mit dem absehbaren Aussterben des Verbrennungsmotors sinkt der Bedarf an Erdöl.

    Werden zum Ausgleich die Preise nach oben schießen? Oder sorgt ein Weltpolizist dafür, dass der eine odere andere Ölstaat renaturiert wird?

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    Also der Preis für Heizöl geht steil nach unten und ist derzeit 22 Cent brutto pro Liter niedriger als vor sechs Wochen. Und nicht nur der Bedarf an Erdöl mag vielleicht sinken (das sehe ich noch nicht so), aber das Vorkommen dürfte absehbar weniger werden. Egal wie, wir brauchen Energie in welcher Form auch immer - und die kostet halt.
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    Beitrag von Abriter Fr 21 Dez 2018, 15:06

    Trulla schrieb:

    Also der Preis für Heizöl geht steil nach unten und ist derzeit 22 Cent brutto pro Liter niedriger als vor sechs Wochen. Und nicht nur der Bedarf an Erdöl mag vielleicht sinken (das sehe ich noch nicht so), aber das Vorkommen dürfte absehbar weniger werden. Egal wie, wir brauchen Energie in welcher Form auch immer - und die kostet halt.

    Ja ja, im Moment sinkt der Ölpreis (und vorher war er kräftig gestiegen).
    Der Minderbedarf, den ich sehe, kommt ja erst in 20 bis 30 Jahren. Der Bedarf für Verbrennungsmotoren dürfte einen nicht unerheblichen Anteil ausmachen - der fällt weg. Für den großen Rest braucht man noch Öl. Und da stellt sich dann die Frage, wie teuer das sein wird. Vielleicht braucht man - auch mit Blick auf die sinkenden Vorkommen - nicht mehr ganz so viel. Aber das Wenige würde sicher noch teurer werden.

    Na ja, ich werde das vermutlich nicht mehr erleben müssen. Smile
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    Beitrag von Oskar Fr 21 Dez 2018, 22:45

    Abriter schrieb:

    Ja ja, im Moment sinkt der Ölpreis (und vorher war er kräftig gestiegen).
    Der Minderbedarf, den ich sehe, kommt ja erst in 20 bis 30 Jahren. Der Bedarf für Verbrennungsmotoren dürfte einen nicht unerheblichen Anteil ausmachen - der fällt weg. Für den großen Rest braucht man noch Öl. Und da stellt sich dann die Frage, wie teuer das sein wird. Vielleicht braucht man - auch mit Blick auf die sinkenden Vorkommen - nicht mehr ganz so viel. Aber das Wenige würde sicher noch teurer werden.

    Na ja, ich werde das vermutlich nicht mehr erleben müssen. Smile

    Ich denke mal, dass das genau umgekehrt laufen wird. Bei den momentanen Preisschwankungen handelt es sich einfach um saisonale Schwankungen, die durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden.

    Wenn sich aber die Weltgemeinschaft aus Klimaschutzgründen (wenn man die Hysteriker gegenwärtig hört, sind wir ja kurz vor dem Abnibbeln), komplett von fossilen Brennstoffen abwenden will, was ja bis spätestens Ende des Jahrhunderts vollzogen sein soll (Optimisten gehen schon von der Mitte des Jahrhunderts aus), gibt es keine Nachfrage nach Öl oder Erdgas mehr. Nach derzeitigen Hochrechnungen reichen die Vorräte aber noch mindestens 300 Jahre, wobei ständig neue Vorkommen entdeckt werden.

    Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wird also rapide zurückgehen, es wird ein Überangebot vorhanden sein.
    Nach allen Gesetzen der Ökonomie sinken bei einem Überangebot die Preise.

    Auch ich werde das nicht mehr erleben, insofern können wir dann nicht vergleichen, wer nun recht hatte...

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    Beitrag von Katana Sa 22 Dez 2018, 12:10

    Die Frage wird aber auch sein , ob dieser Kurs sich auf Krampf und ohne wirklich massentaugliche Alternativen , auf Dauer politisch durchhalten lässt .

    Ein Gutteil des politischen Rechtsrucks in der westlichen Welt , mit Hang zur Autokratie ist nach meiner Ansicht auf eben diese Hysterie zurück zu führen .

    Der Gegentrend lässt sich auch im Kaufverhalten durchaus erkennen, während die politischen Eliten von E-Autos , autonomen fahren und dem im ländlichen gar nicht möglichen
    Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel faseln , verzeichnet die sinnloseste Autogattung mit den höchsten Verbräuchen und dem größten Platzbedarf unter den PKWs , eben die
    SUVs , die größten Zuwachsraten .

    Da kann man durchaus von Trotzreaktionen sprechen .

    Die etablierten Parteien sollten sich im eigenen Interesse mal ein wenig vorsehen , ansonsten könnte dieser jetzt schon extrem nötigende Ökowahn dazu führen , dass diese Parteien
    über kurz oder lang , allenfalls noch auf FDP Niveau rangieren . Und dieser Trend ist nicht nur in Deutschland erkennbar .
    Man kann auch der breiten Masse nicht dauerhaft das Märchen von der ach so nachhaltigen Energiewende vorbeten , wenn die Umweltzerstörungen dieser Technologien , allein schon
    beim Abbau der Rohstoffe immer deutlicher werden .

    Das Problem der Umweltzerstörung auf diesem Planeten ist meiner Ansicht nach , nicht in der Hauptsache an einzelnen Technologien wie dem Verbrennungsmotor festzumachen, sondern
    in der menschlichen Maßlosigkeit , von allem zu viel haben zu wollen und den Hals einfach nicht voll zu kriegen .

    Es wird die Zerstörung dieses Planeten nicht aufhalten , wenn sich die wohlhabenden Menschen an Stelle dreier PKWs mit Verbrennungsmotor , eben drei E-Autos hinstellen , es ist
    die Anspruchshaltung eines luxuriösen Lebensstils ,die uns kaputt macht .
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    Beitrag von gnadenlos Sa 22 Dez 2018, 13:37

    Katana schrieb:
    Das Problem der Umweltzerstörung auf diesem Planeten ist meiner Ansicht nach , nicht in der Hauptsache an einzelnen Technologien wie dem Verbrennungsmotor festzumachen, sondern
    in der menschlichen Maßlosigkeit , von allem zu viel haben zu wollen und den Hals einfach nicht voll zu kriegen .

    Das sehe ich ebenfalls als das größte Problem. Es wird jedoch nicht zu lösen sein.

    Da ich mir im Frühjahr ein neues Auto beschaffen muss, habe ich mich mit der Thematik etwas eingehender beschäftigen müssen. Was es nicht werden wird, weiß ich: kein SUV, kein Pickup, kein Omnibus. All diese Vehikel sind für meinen Bedarf ökonomischer und ökologischer Unsinn. Auf den neuen 3er trifft das allerdings auch zu, weshalb der schon mal ausscheidet.

    Der Diesel ist nicht mehr das, was er einmal war. Die Abgasreinigung mit Rußpartikelfilter & Co. beschert ihm (bei durchschnittlicher Nutzung) eine kurze Lebensdauer. Das kann mir egal sein, weil ich das Auto ja wieder rechtzeitig abstoße. Zwar ist der Verbrauch gegenüber einem Benziner deutlich niedriger, aber die Anschaffungskosten sind höher, die Wartungskosten und Steuern steigen kontinuierlich. Und der Dieselkraftstoff ist auch nicht mehr wesentlich billiger als das Benzin. Diesel-Fahrverbote sind noch nicht aus der Welt, auch nicht für neuere Desel.
    Im Moment muss man schwer aufpassen, kein Lagerfahrzeug mit Softwareupdate oder ein Udate vom Band zu bekommen.

    Folglich wird es wahrscheinlich ein Benziner. Der verrottet aufgrund Abgasreinigung und -rückführungsgedöhns ebenso schneller als ältere Benziner, was mir persönlich aber wie beim Diesel egal sein kann. Für mich rechnet sich ein vergleichbarer Benziner im Monent besser als der Diesel.

    Einem E-Auto gegenüber wäre ich nicht (mehr) abgeneigt. Allerdings gibt das meine Portokasse derzeit nicht her. Weshalb ich mir eventuell in drei bis vier Jahren den Kauf eines E-Autos vorstellen könnte, erläutere ich demnächst in einem eigenen Thread.

    Für mich steht fest, dass die Tage der Verbrenner gezählt sind. Nicht etwa, weil E-Autos jetzt schon so toll sind, sondern weil die gewünschte Abgasreinigung bzw. Schadstoffminikierung definitiv nicht erreichbar ist. Kaum hat man Schadstoffe reduziert oder eliminiert, entstehen neue, z.T. gefährlichere Schadstoffe. Der technische und wirtschaftliche Aufwand ist schlicht nicht mehr vertretbar.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 21 Mai 2024, 22:57