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    Beitrag von Gast Fr 03 Nov 2023, 11:33

    Von LNG Flüssiggas aus Frackinggewinnung und US Produktion ist Europa.
    Die Vereinigten Staaten von Amerika helfen Europa unabhängig von russischem Gas zu werden. ( Auszug )

    Quelle: Berliner Zeitung.



    Och echt jetzt ? jocolor
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    Beitrag von Abriter Sa 04 Nov 2023, 17:15

    Alter Hut und seit August 2022 bekannt.

    Finanzmarktwelt vom 03.01.2023
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    Beitrag von Gast So 05 Nov 2023, 10:01

    Abriter schrieb:Alter Hut und seit August 2022 bekannt.

    Finanzmarktwelt vom 03.01.2023



    Dasselbe Gas das früher durch die Pipeline kam, wird heute über Indien bezogen und über die Meere geschippert oder kommt über Belgien, sehr viel teurer versteht sich, weil da fallen ja Reisekosten an, und das tun wir, damit wir das Gas aus den Leitungen Boykottieren können, an diesem genial Coup wird Russland ganz sicher zugrunde gehen, da bin ich mir ganz sicher.
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    Beitrag von Abriter So 05 Nov 2023, 11:46

    Für die USA ist das statistisch ein Exportschlager und Grund zur Freude. Dass die Exportzahlen gerade jetzt politisch ausgeschlachtet werden, war leider zu erwarten.

    Ganz unabhängig von Russland (und dem Ukraine-Konflikt) halte ich es für zwingend erforderlich, dass der Bezug von Energie weltweit möglichst breit aufgestellt wird. Eine große Abhängigkeit, egal von wem, ist früher oder später immer problematisch. Das gilt übrigens nicht nur für die Energieversorgung, sondern auch generell in der Wirtschaft wie im privaten Leben. Auf die Abhängigkeiten im privaten Lebensumfeld hat die Politik kaum Einfluss, aber auch die Wirtschaft - weltweit! - ist gut beraten, bspw. ihren Rohstoff- und Warenbezug breiter aufzustellen. Schmerzhafte Produktions- und Lieferausfälle kennen wir nicht erst seit und wegen Corona.

    Solche Neustrukturierungen gehen nicht von heute auf morgen, und somit ist klar, dass immer einige versuchen, solche Phasen auszunutzen, um vorübergehend etwas mehr Reibach zu machen. "Sanierungen" kosten Geld. Das sollte weder Länder, Gemeinschaften oder Unternehmen davon abhalten, ihre Abhängigkeiten möglichst zu reduzieren und auf breitere Füße zu stellen. Am Ende ist das für alle Beteiligten, auch für die Exporteure, von Vorteil.
    Natürlich kämpft jeder Lieferant um das größte Kuchenstück, wodurch solch unsäglichen, politisch motivierten Meldungen zustande kommen. Die sollte man besser ignorieren und sich auf den Kern der Sache konzentrieren.
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    Beitrag von Gast So 05 Nov 2023, 13:44

    Abriter schrieb:Für die USA ist das statistisch ein Exportschlager und Grund zur Freude. Dass die Exportzahlen gerade jetzt politisch ausgeschlachtet werden, war leider zu erwarten.

    Ganz unabhängig von Russland (und dem Ukraine-Konflikt) halte ich es für zwingend erforderlich, dass der Bezug von Energie weltweit möglichst breit aufgestellt wird. Eine große Abhängigkeit, egal von wem, ist früher oder später immer problematisch. Das gilt übrigens nicht nur für die Energieversorgung, sondern auch generell in der Wirtschaft wie im privaten Leben. Auf die Abhängigkeiten im privaten Lebensumfeld hat die Politik kaum Einfluss, aber auch die Wirtschaft - weltweit! - ist gut beraten, bspw. ihren Rohstoff- und Warenbezug breiter aufzustellen. Schmerzhafte Produktions- und Lieferausfälle kennen wir nicht erst seit und wegen Corona.

    Solche Neustrukturierungen gehen nicht von heute auf morgen, und somit ist klar, dass immer einige versuchen, solche Phasen auszunutzen, um vorübergehend etwas mehr Reibach zu machen. "Sanierungen" kosten Geld. Das sollte weder Länder, Gemeinschaften oder Unternehmen davon abhalten, ihre Abhängigkeiten möglichst zu reduzieren und auf breitere Füße zu stellen. Am Ende ist das für alle Beteiligten, auch für die Exporteure, von Vorteil.
    Natürlich kämpft jeder Lieferant um das größte Kuchenstück, wodurch solch unsäglichen, politisch motivierten Meldungen zustande kommen. Die sollte man besser ignorieren und sich auf den Kern der Sache konzentrieren.



    Das ist alles Gelaber , Russland ist zu groß und zu machtig geworden und das passt dem Westen nicht, niemand kommt mehr an Russland vorbei und Deutschland ist bedeutungslos geworden. Nur darum geht es.


    Was soll man euch eigentlich noch glauben das drüben? Erst erzählt ihr uns die Pipeline darf nicht in Betrieb genommen werden weil der Ukraine die Transitgebühr entgehen würde, dann wieder weil der Krieg ausgebrochen ist, auch so eine schöne Formulierung, kriege beginnen nicht, die brechen mal eben so aus. Und nun sind wir soweit, dass die Ukraine gar keine Transitgebühr mehr will und den Gasdeal mit Russland kündigt. Was soll man euch noch glauben.
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    Beitrag von Katana So 05 Nov 2023, 14:03

    Abriter schrieb:Für die USA ist das statistisch ein Exportschlager und Grund zur Freude. Dass die Exportzahlen gerade jetzt politisch ausgeschlachtet werden, war leider zu erwarten.

    Ganz unabhängig von Russland (und dem Ukraine-Konflikt) halte ich es für zwingend erforderlich, dass der Bezug von Energie weltweit möglichst breit aufgestellt wird. Eine große Abhängigkeit, egal von wem, ist früher oder später immer problematisch. Das gilt übrigens nicht nur für die Energieversorgung, sondern auch generell in der Wirtschaft wie im privaten Leben. Auf die Abhängigkeiten im privaten Lebensumfeld hat die Politik kaum Einfluss, aber auch die Wirtschaft - weltweit! - ist gut beraten, bspw. ihren Rohstoff- und Warenbezug breiter aufzustellen. Schmerzhafte Produktions- und Lieferausfälle kennen wir nicht erst seit und wegen Corona.

    Solche Neustrukturierungen gehen nicht von heute auf morgen, und somit ist klar, dass immer einige versuchen, solche Phasen auszunutzen, um vorübergehend etwas mehr Reibach zu machen. "Sanierungen" kosten Geld. Das sollte weder Länder, Gemeinschaften oder Unternehmen davon abhalten, ihre Abhängigkeiten möglichst zu reduzieren und auf breitere Füße zu stellen. Am Ende ist das für alle Beteiligten, auch für die Exporteure, von Vorteil.
    Natürlich kämpft jeder Lieferant um das größte Kuchenstück, wodurch solch unsäglichen, politisch motivierten Meldungen zustande kommen. Die sollte man besser ignorieren und sich auf den Kern der Sache konzentrieren.

    Beim Erdöl sind wir im Prinzip schon voll in der Spur , da ist Russland derweil uninteressant und die Ersatzlieferungen kommen mit Ausnahme eines Anteils aus den arabischen Emiraten durchweg aus demokratischen Staaten .

    Zitat :
    Nach dem Inkrafttreten der zweiten Stufe des Ölembargos sind im Januar 2023 nur noch Restmengen von bereits vor dem Jahreswechsel aus Russland in die Europäische Union (EU) importiertem Erdöl nach Deutschland eingeführt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Januar 2023 noch 3 500 Tonnen russisches Erdöl nach Deutschland importiert. Im Januar 2022 hatte die Einfuhrmenge noch bei 2,8 Millionen Tonnen gelegen. Die Erdölimporte aus Russland kamen damit praktisch zum Erliegen, rechnerisch gingen sie um 99,9 % zurück. Der Anteil Russlands an den gesamten Erdölimporten Deutschlands sank von 36,5 % im Januar 2022 auf 0,1 % im Januar 2023. Insgesamt wurden 6,2 Millionen Tonnen Erdöl im Wert von 3,8 Milliarden Euro im Januar 2023 nach Deutschland importiert. Das warenmengenmäßig 20,5 % und wertmäßig 9,6 % weniger als im Vorjahresmonat.
    Zitat Ende

    Quelle : https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_098_51.html

    Auch erfreulich das wir dabei den Gesamtverbrauch merklich reduzieren konnten .
    Auf Dauer wird das auch beim Gas gelingen , allenfalls noch einen Zeitraum von 2-3 Jahren kann man dafür veranschlagen und dann ist eine Abhängigkeit von Russland Geschichte .

    Als nächstes muss man mittelfristig die wirtschaftliche Abhängigkeit von China reduzieren , für mich auch der beste Weg Chinas Gelüste in Zaum zu halten , denn die Abhängigkeit ist wechselseitig und eine Reduzierung der Importe aus China bedeutet gleichzeitig direkten Machtverlust .

    Bei den Exportgütern, abgesehen von Rohstoffen spielt Russland auf dem Weltmarkt eh keine Rolle , weil sie keine Exportartikel mit internationaler Konkurrenzfähigkeit aufzuweisen haben . China spielt nur als Werkbank der Welt eine Rolle , reduziert man dies , reduziert man auch Chinas Macht .


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    Beitrag von Abriter So 05 Nov 2023, 14:54

    Leon0822 schrieb:

    Das ist alles Gelaber , Russland ist zu groß und zu machtig geworden und das passt dem Westen nicht, niemand kommt mehr an Russland vorbei und Deutschland ist bedeutungslos geworden. Nur darum geht es.

    Nö. Und Russlands Wirtschaftsmacht schrumpft. Einerseits weil es ausschließlich an Ressourcen hängt, die zunehmend überschaubar werden, andererseits weil der große Bruder China andere Interessen bzw. Probleme hat. Ich hatte hier und dir schon prophezeit, dass China die Russen bald wie eine heiße Kartoffel behandeln wird. Fallen lassen sicher nicht, aber auch nicht anpacken.
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    Beitrag von Abriter So 05 Nov 2023, 15:04

    Katana schrieb:

    China spielt nur als Werkbank der Welt eine Rolle , reduziert man dies , reduziert man auch Chinas Macht .

    Xi Jinping ist ja schon ziemlich angesäuert. Allerdings ist seinem Volk inzwischen bewusst, dass eine solche Einseitigkeit - gerade für China - nicht auf Dauer funktioniert. Mit seinem Massenpreisdumping zur Eroberung des Marktes verhindert er auch die Entwicklung in China. Wirtschaftlich ist das Ganze zurzeit auch nicht. Die Chinesen sind ja nicht doof oder gar unfähig. Die haben schon einiges drauf und können auch Qualität, die dann allerdings nicht wesentlich günstiger als in der EU ist. In China muss man für Qualität sehr viel bezahlen, für importierte Qualität noch viel mehr. Nur für andere ist der Einkauf und teilweise die Produktion aus China - noch - günstig.
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    Beitrag von Katana So 05 Nov 2023, 15:52

    Abriter schrieb:

    Xi Jinping ist ja schon ziemlich angesäuert. Allerdings ist seinem Volk inzwischen bewusst, dass eine solche Einseitigkeit - gerade für China - nicht auf Dauer funktioniert. Mit seinem Massenpreisdumping zur Eroberung des Marktes verhindert er auch die Entwicklung in China. Wirtschaftlich ist das Ganze zurzeit auch nicht. Die Chinesen sind ja nicht doof oder gar unfähig. Die haben schon einiges drauf und können auch Qualität, die dann allerdings nicht wesentlich günstiger als in der EU ist. In China muss man für Qualität sehr viel bezahlen, für importierte Qualität noch viel mehr. Nur für andere ist der Einkauf und teilweise die Produktion aus China - noch - günstig.

    Gut an den E-Autos zu merken mit denen China jetzt auf dem Weltmarkt auftritt , der Preisunterschied zu Produkten europäischer Hersteller oder eben Tesla ist marginal .

    Billig geht immer auf Kosten der Qualität, was China bei früheren Versuchen im internationalen Automobilmarkt Fuß zu fassen schmerzhaft zu spüren bekam , einfach ausgedrückt weil die Produkte Schrott waren, was spätestens bei Crash Test auffiel .

    Jetzt hat man sich genug Know-How auf Weltniveau besorgt und schon sind die Kisten auch nicht mehr billig, weil man sie auch nicht mehr vollkommen von ungebildeten Massen auf Hungerlohn Basis zusammenbasteln lassen kann .

    Und siehe da , die ersten China Hersteller machen es ebenso wie die Japaner in den 70er Jahren, sie fangen an Fabriken und Produktion in die Zielländer zu verlagern , im Bereich Elektro Geräte ist das heute schon der Fall , Beispiel der Hersteller Hisense der einen Hauptteil von Gorenje in Slowenien übernommen hat und seine Kühlgeräte für den europäischen Markt eben auch in Europa herstellt .

    In China selber verbleibt auf Dauer nur die Produktion minderwertiger Massenartikel mit geringem technischen Know-How .

    Von daher sehe ich die allseits beschworene chinesische Dominanz auch noch gar nicht als so gegeben für die Zukunft . Das Monopol für bestimmte Rohstoffe , die vor allem bei Akkus und im Bereich der Elektronik gebraucht werden , bricht mittelfristig durch die Funde in Schweden auch zusammen .

    Das chinesische Volk wird diese Entwicklungen langfristig gar nicht witzig finden , weil auch in China dadurch der Bedarf an riesigen Mengen an gering qualifizierten Arbeitnehmern ständig zurück gehen wird .
    Mit zunehmender Globalisierung seiner wirtschaftlichen Tätigkeiten wird China auch gezwungen sein sich mehr und mehr an internationale Spielregeln zu halten , weil die Produktion überall auf der Welt eben auch bedeutet , dass es den Menschen frei steht , chinesische Produkte einfach in den Regalen liegen zu lassen .

    China hat übrigens derzeit schon eine Jugendarbeitslosigkeit auch unter den sehr qualifizierten jungen Menschen von 25 % , dass Regime dort hält sich nur durch den Deal Diktatur mit Wohlstand , wenn der Wohlstand wegfällt , wandern die qualifizierten Kräfte ab und je mehr dieser teilweise hochintelligenten Menschen abwandern , je mehr kritische Gedanken abseits von der Parteiideologie kommen über Verwandte und Bekannte wieder zurück .


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    Beitrag von Gast So 05 Nov 2023, 16:01

    Abriter schrieb:

    Nö. Und Russlands Wirtschaftsmacht schrumpft. Einerseits weil es ausschließlich an Ressourcen hängt, die zunehmend überschaubar werden, andererseits weil der große Bruder China andere Interessen bzw. Probleme hat. Ich hatte hier und dir schon prophezeit, dass China die Russen bald wie eine heiße Kartoffel behandeln wird. Fallen lassen sicher nicht, aber auch nicht anpacken.

    Ach die schrumpft aha, deswegen sagt der IWF auch Wachstum der russischen Wirtschaft voraus, und nun weiß ich endlich warum der habeck in Katar den Buckling gemacht hat.

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