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    80 Jahre später

    Trulla
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    Beitrag von Trulla Sa 02 Apr 2022, 21:53

    In Kiel wurde heute bei der Sprengung einer 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich angerichtet. Die Bombe war bei Baggerarbeiten bereits bewegt worden und konnte somit aus Sicherheitsgründen nicht mehr entschärft werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_91948936/weltkriegsbombe-auf-tkms-gelaende-in-kiel-gesprengt-millionenschaden.html

    Alter Schwede, da dürften noch so einige Gefahren im Boden schlummern. Kann man sowas nicht mittlerweile vor Baubeginn orten? Ich dachte, wir sind technisch so hochentwickelt. Shocked
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    Beitrag von Abriter Sa 02 Apr 2022, 22:50

    Im Raum Frankfurt wird jeden Monat mindestens ein Blindgänger geborgen und entschärft oder gesprengt. Deutschlandweit sind es über 5.000 im Jahr. Man geht davon aus, dass noch weit über 50.000 Bomben im Erdreich schlummern.
    Tatsächlich weiß man ja, wo vermutlich Blindgänger liegen. Deswegen muss in diesen Gebieten bei Bauarbeiten vorher abgesucht werden. Allerdings ist das nicht ganz so einfach. Nach dem WKII ist man ziemlich unsensiebel damit umgegangen, hat Krater verschüttet, die Erde bewegt und mit sonstigem Schrott verfüllt und überbaut.
    Die Dinger werden immer instabiler und gefährlicher, je länger sie in der Erde verrotten. Eine Bergung oder eine Entschärfung vor Ort ist dann kaum noch möglich, es bleibt nur die Sprengung.

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