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    Zugunglück in Garmisch

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    Zugunglück in Garmisch - Seite 2 Empty Re: Zugunglück in Garmisch

    Beitrag von Leon0822 Sa 04 Jun 2022, 23:06

    Oskar schrieb:

    Das dünne Drähtchen soll eine Speiseleitung sein?
    Und wo bitte ist hier links der Gleise eine zweite Leitung?
    https://i.servimg.com/u/f58/19/82/41/75/bild_210.jpg

    Oberleitung und "Speiseleitung am selben Masten in unterschiedlicher Höhe?
    was du als links siehst, ist der Blick zurück, da liegen auch die umgestürzten Waggons links der Gleise, Beim Blick nach vorne und von oben liegen  sie rechts der Gleise, ebenso die Obeleitungsmasten.


    Mit dem beidseitig habe ich mich vertan und ja das eine Speiseleitung, verläuft oberhalb der Fahrleitung und was da aussieht wie ein Drähtchen führt mindestens 22 Kv


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    Beitrag von M.M Mo 06 Jun 2022, 19:32

    Ausgerechnet auf der Unglücksstrecke bei Garmisch-Partenkirchen sollten noch in diesem Monat Schienen erneuert werden. Derzeit gilt ein technischer Defekt als Ursache für den Unfall mit fünf Toten und 44 Verletzten. Die Bahn lässt Fragen zu den geplanten Arbeiten unbeantwortet.
    Auch drei Tage nach dem schweren Zugunfall bei Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten und 44 Verletzten ist die Ursache noch ungeklärt. Derzeit gilt ein technischer Defekt am Zug oder am Gleis als wahrscheinlichster Grund, ermittelt wird aber in alle Richtungen. Ins Visier der Ermittler dürften auch Bauarbeiten geraten, die nach WELT-Informationen in wenigen Tagen auf genau dem Streckenabschnitt geplant waren, auf dem der Regionalzug am Freitag verunglückte.

    Die geplanten Arbeiten samt Streckensperrung finden sich auf einer Liste von Baumaßnahmen der DB Netz AG, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, das für die Infrastruktur des Staatskonzerns zuständig ist. Unter den Nummern 3258, 3259 und 3260 finden sich dort drei Einträge zu Arbeiten auf der Strecke München-Mittenwald auf dem Abschnitt zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen. Dort liegt auch der Ort Burgrain, wo der Unfall geschah.



    Laut dem Zeitplan der DB Netz AG sollte zunächst in der Nacht vom 25. Juni 2022 zwischen 2.35 Uhr und 5 Uhr früh eine „Gleislageberichtigung“ zwischen Oberau und Farchant stattfinden. Eine Woche später wollte die Bahn dann am 1. Juli zwischen 0.55 Uhr und 4.55 Uhr eine „Schienenerneuerung“ durchführen. Für beide Arbeiten sollte die Strecke in diesen Zeiten gesperrt werden. Vom 5. bis 9. Juli sollten dann jeweils nachts in Garmisch-Partenkirchen Schienen erneuert werden.

    Überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache ausgeschlossen
    Die Deutsche Bahn ließ konkrete Fragen von WELT zu den geplanten Arbeiten und einem möglichen Zusammenhang mit dem Unfall zunächst unbeantwortet. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns aufgrund der laufenden Ermittlungen hierzu derzeit nicht äußern können“, teilte ein Sprecher des Konzerns am Pfingstmontag mit. „Selbstverständlich setzen wir alles daran, die ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache zu unterstützen.“



    Unbeantwortet bleiben so unter anderem die Fragen, ob die Arbeiten aufgrund von konkreten Schäden angesetzt worden waren, wenn ja, wann und wie sie festgestellt worden waren und warum sie nicht unverzüglich umgesetzt wurden. Offen ist auch, ob es Warnungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Strecke wegen der offenbar notwendigen Arbeiten gab.

    Bereits kurz nach dem schweren Zugunglück wurde nach dem Auslesen des Zugdatenspeichers überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache ausgeschlossen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe technisches Versagen oder die Infrastruktur, erklärte ein Sprecher der unabhängig tätigen Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU).

    Sie beschlagnahmte den kompletten Zug, und die Experten untersuchen vor Ort die Gleise auch auf sogenannte Gleislagefehler. Mit dem Begriff werden Abweichungen in der Höhe oder Breite des Schienenfahrwegs von den gewünschten Maßen beschrieben, vergleichbar mit einer Bodenwelle bei einer Straße. Dies kann das Entgleisen eines Zuges auslösen.


    Quelle "Welt"

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    Beitrag von Oskar Mo 06 Jun 2022, 21:12

    M.M schrieb:Gleislagefehler. Mit dem Begriff werden Abweichungen in der Höhe oder Breite des Schienenfahrwegs von den gewünschten Maßen beschrieben, vergleichbar mit einer Bodenwelle bei einer Straße. Dies kann das Entgleisen eines Zuges auslösen.



    In den Nachrichten des BR wurde ebenfalls immer wieder darauf hingewiesen, dass es schon länger Klagen über den Zustand der Schienen in diesem Abschnitt gab. In Bild 1 in #1 scheint so ein Gleislagefehler erkennbar zu sein. Dann wäre der Steuerwagen an der "Zugspitze" (die ja auch in der Nähe liegt) entgleist und auf das Schotterbett geraten, wo er sofort blockierte und die Schub-Lok den Zug dann wie eine Zieharmonika zusammenschob. Eigentlich die einzige mögliche Ursache..
    Das gibt ein Problem für die DB...
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    Beitrag von Trulla Mo 06 Jun 2022, 21:17

    Oskar schrieb:


    In den Nachrichten des BR wurde ebenfalls immer wieder darauf hingewiesen, dass es schon länger Klagen über den Zustand der Schienen in diesem Abschnitt gab. In Bild 1 in #1 scheint so ein Gleislagefehler erkennbar zu sein. Dann wäre der Steuerwagen an der "Zugspitze" (die ja auch in der Nähe liegt) entgleist und auf das Schotterbett geraten, wo er sofort blockierte und die Schub-Lok den Zug dann wie eine Zieharmonika zusammenschob. Eigentlich die einzige mögliche Ursache..
    Das gibt ein Problem für die DB...

    Nun ja, dann könnten sich aber auch ein paar Nicht-Bahnangestellte einen "Spaß" erlaubt und einen Schotterhaufen angelegt haben, so nach dem Motto, mal schauen, was passiert. Shocked
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    Beitrag von Abriter Mo 06 Jun 2022, 21:23

    Oskar schrieb:
    Das gibt ein Problem für die DB...

    Es ist wie mit vielen Dingen des täglichen Lebens: müsste gemacht werden, geht noch, später. Wenn das die Ursache war, ist es echt dumm gelaufen. Ein Problem gibt es für die ein bis zwei Köpfe, die dann gegebenenfalls rollen, das war 's. Die DB ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits ein Unternehmen, andererseits abhängig von der Politik, deren Verkehrsminister weder Mittel noch Plan haben. Das übliche Elend.
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    Beitrag von M.M Mo 06 Jun 2022, 21:28

    Abriter schrieb:

    Ein Problem gibt es für die ein bis zwei Köpfe, die dann gegebenenfalls rollen, das war 's.

    Das war auch mein Gedanke.
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    Beitrag von Oskar Mo 06 Jun 2022, 21:38

    Abriter schrieb:

    Es ist wie mit vielen Dingen des täglichen Lebens: müsste gemacht werden, geht noch, später. Wenn das die Ursache war, ist es echt dumm gelaufen. Ein Problem gibt es für die ein bis zwei Köpfe, die dann gegebenenfalls rollen, das war 's. Die DB ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits ein Unternehmen, andererseits abhängig von der Politik, deren Verkehrsminister weder Mittel noch Plan haben. Das übliche Elend.

    Ja sicher, es wird einige Kommentare in den Zeitungen geben und fertig. Allerdings sollte an sicherheitsrelevanten Baumaßnahmen nicht geschlampt werden, zumindest im sonst so gründlichen Deutschland nicht.
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    Beitrag von Oskar Mo 06 Jun 2022, 21:52

    Trulla schrieb:

    Nun ja, dann könnten sich aber auch ein paar Nicht-Bahnangestellte einen "Spaß" erlaubt und einen Schotterhaufen angelegt haben, so nach dem Motto, mal schauen, was passiert. Shocked

    Wäre ein derber "Spaß", aber in der Tat es soll schon Entgleisungen gegeben haben, die durch von Kindern auf die Schienen gelegte Steine verursacht wurden. Man wird sehen (hoffentlich).
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    Beitrag von Oskar Mo 06 Jun 2022, 22:28

    Zitat:

    >>Tatsächlich war die Bahnstrecke zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen wegen Hochwasser der Loisach mehrere Wochen nicht befahrbar, berichtet BR-Reporter Lui Knoll. Reparaturarbeiten am Bahndamm könnten also damit in Zusammenhang stehen.<<

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/zugunglueck-strecke-sollte-offenbar-von-bahn-saniert-werden,T806P2x
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    Beitrag von M.M Di 07 Jun 2022, 11:47

    Oskar schrieb:Zitat:

    >>Tatsächlich war die Bahnstrecke zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen wegen Hochwasser der Loisach mehrere Wochen nicht befahrbar, berichtet BR-Reporter Lui Knoll. Reparaturarbeiten am Bahndamm könnten also damit in Zusammenhang stehen.<<

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/zugunglueck-strecke-sollte-offenbar-von-bahn-saniert-werden,T806P2x

    Das ging ja Fix.

    Die Staatsanwaltschaft München II hat nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen ein Ermittlungsverfahren gegen drei Personen wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Bei den Beschuldigten handele es sich um Mitarbeiter der Deutschen Bahn, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

    https://www.t-online.de/nachrichten/id_92306178/ermittlungen-gegen-drei-bahnmitarbeiter-fahrlaessige-toetung.html

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 08 Dez 2023, 04:44