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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Katana Mi 24 Aug 2022, 10:10




    Nachdem man in einer Düsseldorfer Fußgängerzone einen mittig verlaufenden Radweg ausgewiesen hat ,
    kommt es dort zu vermehrten Problemen .
    Nun möchte die FDP Fraktion ein Tempolimit beschließen , damit sind sie nicht einmal die ersten, wo noch, natürlich in Berlin und ausgerechnet in einem Rot-Rot-Grün regiertem Bezirk , wurde sowas schon eingeführt.

    Schaut man sich das Bild im Bericht an, kann man sich nur fragen, welcher weltfremde Sesselpupser sich diesen Radweg bloß ausgedacht hat . Wohl gut 3m breit wird eine FUSSGÄNGERZONE von einem Radweg in der Mitte durchgeschnitten und von den Passanten wird erwartet , dass sie nicht nur auf Radfahrer achten , sondern ihnen auch noch die Vorfahrt gewähren .

    Ganz ehrlich, der Planer dieses Schildbürgerstreiches gehört doch eingewiesen .

    Da wurde mal wieder auf Krampf dem Rad Wahn gehuldigt , diesmal auf Kosten der Fußgänger in einer Einkaufsstraße und man kann die Uhr danach stellen, wie lange es wohl dauert, bis ein Radfahrer meint sein Recht erzwingen zu müssen und jemanden umbügelt , mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl auch noch ein Kind, was natürlich am wenigsten schnallt, dass man in einer Fußgängerzone plötzlich auf Durchgangsverkehr achten soll .

    Da braucht es kein Tempolimit , sondern ganz schnell eine Abschaffung dieses absurden Radweges .
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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Oskar Mi 24 Aug 2022, 22:40

    Katana schrieb:


    Nachdem man in einer Düsseldorfer Fußgängerzone einen mittig verlaufenden Radweg ausgewiesen hat ,
    kommt es dort zu vermehrten Problemen .
    Nun möchte die FDP Fraktion ein Tempolimit beschließen , damit sind sie nicht einmal die ersten, wo noch, natürlich in Berlin und ausgerechnet in einem Rot-Rot-Grün regiertem Bezirk , wurde sowas schon eingeführt.

    Schaut man sich das Bild im Bericht an, kann man sich nur fragen, welcher weltfremde Sesselpupser sich diesen Radweg bloß ausgedacht hat . Wohl gut 3m breit wird eine FUSSGÄNGERZONE von einem Radweg in der Mitte durchgeschnitten und von den Passanten wird erwartet , dass sie nicht nur auf Radfahrer achten , sondern ihnen auch noch die Vorfahrt gewähren .

    Ganz ehrlich, der Planer dieses Schildbürgerstreiches gehört doch eingewiesen .

    Da wurde mal wieder auf Krampf dem Rad Wahn gehuldigt , diesmal auf Kosten der Fußgänger in einer Einkaufsstraße und man kann die Uhr danach stellen, wie lange es wohl dauert, bis ein Radfahrer meint sein Recht erzwingen zu müssen und jemanden umbügelt , mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl auch noch ein Kind, was natürlich am wenigsten schnallt, dass man in einer Fußgängerzone plötzlich auf Durchgangsverkehr achten soll .

    Da braucht es kein Tempolimit , sondern ganz schnell eine Abschaffung dieses absurden Radweges .  

    Fußgänger und Radfahrer passen nicht zusammen, in Innenstädten schon gar nicht. Diese wurden in den letzten Jahrzehnten vom Autoverkehr befreit und durch große, zusammenhängende Fußgängerzonen umgestaltet. Jetzt einfach gewisse Zonen davon als Radwege zu definieren ist hirnrissig. Fußgänger bewegen sich nun mal unstrukturiert im Schritttempo über die ganze begehbare Fläche. Kneipen, Cafes und Eisdielen haben im Sommer ihre Tische im Freien in den Fußgängerzonen stehen.
    Radfahrer wollen zügig vorwärts kommen, da sind Konflikte vorprogrammiert.

    Das Radfahren als Mobilität der Zukunft zu propagieren, dann aber Die Radfahrer einfach auf bisher den Fußgängern vorbehaltenen Flächen zu verfrachten zeugt mal wieder von der üblichen Planlosigkeit. Der Gipfel ist dann ein Tempolimit für Radfahrer. Wie bitte soll das denn überwacht werden? Wie sind die Strafen bei Verstößen?

    Ich habe es schon in den 90-er Jahren am Bodensee erlebt, wie die ganzen Uferpromenaden mit Radfahrern überfüllt waren, die natürlich nicht im Schleichtempo um die Fußgänger herumkurven wollten. Als Konsequenz hat man den gesamten Bodensee Rad-Rundweg im Hinterland ausgeschildert, dort gibt es genügend wenig befahrene gut ausgebaute Nebenstraßen und Feldwege.

    Vielleicht sollte man um die Innenstädte Rad-Umgehungswege anlegen am besten durch die Wohngebiete der Politiker.




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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Abriter Do 25 Aug 2022, 21:50

    Katana schrieb:

    Nachdem man in einer Düsseldorfer Fußgängerzone einen mittig verlaufenden Radweg ausgewiesen hat ,

    Auf so eine Idee kann ein gesunder Mensch nicht kommen. Völlig ausgeschlossen! Smile
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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Katana Fr 26 Aug 2022, 10:55

    Oskar schrieb:

    Fußgänger und Radfahrer passen nicht zusammen, in Innenstädten schon gar nicht.


     

    Das Problem ist Oskar , Rad und Autofahrer passen auch nicht zusammen , die Geschwindigkeiten sind schlicht zu unterschiedlich , auch gerade im innerstädtischen reicht der Platz nicht aus .

    Hier mal ein Beispiel:



    Der Radfahrer spricht dabei von versuchter Tötung durch HVV Fahrer , dabei kann man vor allem im ersten der beiden Videos sehen , dass der Bus sich haargenau an seine Fahrspur hält und es der Radfahrer ist , der zu weit links fährt .

    Im zweiten Video darunter wird die Problematik deutlich , vollkommen richtig ist der Bus zu dicht dran , nur was soll er machen , kilometerweit hinter dem Radfahrer herschleichen , bis er ihn endlich vorschriftsmäßig überholen kann ??

    Sorry, aber das kanns doch nicht sein , dass ein einzelner Radfahrer einen Linienbus blockieren kann , ein öffentliches Verkehrsmittel , hier muss doch wohl das Interesse vieler , vor dem Recht des Einzelnen Geltung haben .

    Wie wäre es denn , solche Straßen für Radfahrer zu sperren , denn was nicht geht , geht nun einmal nicht .

    Das Märchen vom Rad als nachhaltiges Verkehrsmittel der Zukunft ist im übrigen genau das , ein unrealistisches Märchen .
    Sowie das Wetter nicht mehr mitspielt , ist sich die Masse dieser Moralapostel nämlich selbst zu fein aufs Rad zu steigen .
    Das kann man selbst auf vergleichsweise kurzen Strecken in den Innenstädten sehen .

    Je nach Job auch vollkommen logisch , ein Bürofuzzi im Anzug möchte natürlich nicht wie ein begossener Pudel am Arbeitsplatz erscheinen , nur weil es mal schüttet .

    Aber schon daran und da sprechen wir noch nicht einmal von Winter, Schnee oder Glatteis , erkennt man doch klar die natürlichen Grenzen des Nutzens von Fahrrädern als alterative Verkehrsmittel .
    Sie sind kein Ersatz für irgendetwas , sondern bestenfalls Ergänzung bei schönem Wetter und damit sind sie auch nicht nachhaltig , sondern eine Zusatzbelastung für Klima und Ressourcen , da jeder Radfahrer trotzdem sein Auto oder sein Nahverkehrsticket braucht , um seine Mobilität zu gewährleisten .
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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Abriter Fr 26 Aug 2022, 19:38

    Katana schrieb:

    Der Radfahrer spricht dabei von versuchter Tötung durch HVV Fahrer , dabei kann man vor allem im ersten der beiden Videos sehen , dass der Bus sich haargenau an seine Fahrspur hält und es der Radfahrer ist , der zu weit links fährt .

    Im zweiten Video darunter wird die Problematik deutlich , vollkommen richtig ist der Bus zu dicht dran , nur was soll er machen , kilometerweit hinter dem Radfahrer herschleichen , bis er ihn endlich vorschriftsmäßig überholen kann ??


    Die Annahme, dass sich der Bus an seine Fahrspur hält und der Radfahrer zu weit links fährt, ist verkehrsrechtlich nicht korrekt.

    Diese aufgemalte Radspur ist rechtlich irrelevant, um nicht zu sagen: unrechtmäßig. Es handelt sich bestenfalls um einen "Schutzstreifen" (das ist so ein Ding, welches sich geistig umnachtete Provinzpolitiker gerne an ihre nicht vorhandene Brust heften, aber absolut nichts mit einer Fahrspur oder gar Fahrbahntrennung gemein hat).

    a) Der Bus hat nach StVO innerorts 1,5 Meter Seitenabstand zu Radfahrern einzuhalten. Ja, vielleicht muss er viele Kilometer hinter dem Radler herschleichen...
    b) Der Radfahrer ist rechtlich gehalten, zu seitlich geparkten Autos einen nicht konkretisierten Sicherheitsabstand einzuhalten (nach einigen Urteilen mind. 1 Meter)

    Die Breite dieses "Radstreifens" und die seitlich parkenden Autos lassen einen Schutz nicht zu. Tatsächlich müsste der Radfahrer schon außerhalb dieses "Schutzstreifens" fahren, um sich im Falle eines Falles nicht haftbar zu machen. Und noch einmal: Die StVO verbietet dem Bus (und jedem Auto) bedingslos dieses Überholmanöver!

    Es ist absolut blöde und mir stinkt das auch, insbesondere weil ich kein Radfahrer bin Very Happy Aber es ist so. Da beißt dei Maus keinen Faden ab. Gerade Busfahrer wären gut beraten, hier einfach hinter den Radlern zu bleiben. Ihnen kann es doch scheißegal sein ...


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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von Katana Fr 26 Aug 2022, 22:23

    Abriter schrieb:

    Es ist absolut blöde und mir stinkt das auch, insbesondere weil ich kein Radfahrer bin Very Happy Aber es ist so. Da beißt dei Maus keinen Faden ab. Gerade Busfahrer wären gut beraten, hier einfach hinter den Radlern zu bleiben. Ihnen kann es doch scheißegal sein ...



    Absolut blöde ist vor allem , dass es doch noch eine weitere Unterscheidung gibt , nämlich die Radspur , mit dem einzigen Unterschied , dass die aufgemalte Linie dann durchgezogen ist und ein Autofahrer einen Radfahrer nicht überholt , sondern an ihm vorbei fährt .

    War mir ehrlich gesagt auch so noch nicht bewusst , dass es da noch rechtlich unterschiedliche Schutz/Rad Kotzspuren gibt mit unterschiedlicher Rechtslage .

    Gerade an Bussen wäre ich auf der rechten Fahrzeugseite , für die Installation von Großraumstaubsaugern , dass würde das Problem auch lösen .
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    Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit  Empty Re: Nach dem Rad-Wahn kommt wohl das Rad-Tempolimit

    Beitrag von gnadenlos Sa 27 Aug 2022, 23:32

    Am morgigen Sonntag findet bei uns (Rhein-Main) eine Fahrraddemo zur Verkehrswende in Hessen statt. Nach einer Sternfahrt (ca. 9 Uhr bis 12 Uhr) sammelt man sich zunächst in Frankfurt, ehe es um 13 Uhr über den Highway BAB 66 nach Wiesbaden geht. Die Ankunft ist dort für 16 Uhr geplant. Erwartet werden rd. 10.000 Radler plus Fußgänger, Bahn- und Busfahrer.

    Auf der Homepage konnte ich nichts über das Ende und zur Auflösung der Veranstaltung lesen. Ich hoffe doch aber sehr, dass keiner der Teilnehmer auf die Idee kommt, sich von einem Auto für die Heimfahrt abholen zu lassen.

    Vielleicht sollte man den Teilnehmern vor Ort den Füherschein bzw. die Fahrerlaubnis entziehen, dann wäre der erste Teil der Verkehrswende gemacht. Very Happy

    Sternfahrt - Verkehrswende Hessen


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