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Der Gesetzgeber zuckt mit den Schultern [Beendet]

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Der Gesetzgeber zuckt mit den Schultern [Beendet] Empty Der Gesetzgeber zuckt mit den Schultern [Beendet]

Beitrag von gnadenlos Mi 15 März 2023, 13:51

Im Fall der erstochenen 12-Jährigen aus Freudenberg haben laut Staatsanwaltschaft zwei 12- und 13-jährige Mädchen die Tat gestanden. Da sie jünger als 14 Jahre sind, gehen die Ermittler von einer sogenannten Strafunmündigkeit aus.

In Deutschland gelten unter 14-jährige als Kinder, die nicht bestraft werden können. Der Gesetzgeber bzw. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP), möchte an dieser Regelung nichts ändern. Strafrechtler argumentieren hingegen, dass Kinder im Alter von 12 Jahren heute unter anderem deutlich weiter entwickelt sind, als beispielsweise vor 30 oder 50 Jahren. Und so beginnen, laut Strafrechtler, die Karrieren der Intensiv-Straftäter schon deutlich unter 14 Jahren. Die Kinder steigern ihre Taten von Mal zu Mal, da sie nichts zu befürchten haben.

Es geht nicht darum, straffällig gewordene Kinder/Jugendliche gleich in den Knast zu stecken. Die Grenze zur Strafmündigkeit muss aber meines Erachtens deutlich abgesenkt werden, um einen Handlungsrahmen für entsprechende Maßnahmen zu haben. Nur so können Karrieren zum Intensiv-Straftäter unterbunden werden.

In meinem beruflichen Bereich unterstellt man Kindern ab 7 Jahren, dass sie schon bei geringerer Schwere ihrer – bewussten – Handlungen die Folgen einzuschätzen wissen. Warum nicht im Strafrecht?
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Beitrag von Katana Mi 15 März 2023, 20:10

Das eine ist die generelle Entwicklung der Kinder , die heute viel weiter fortgeschritten ist in vielerlei Hinsicht , dass andere der Zuzug von immer mehr Menschen aus Gesellschaften , in denen Kinder sehr viel schneller erwachsen werden müssen und sehr viel brutaleren Lebensumständen ausgesetzt sind .

Einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aus Syrien beispielsweise kann man nicht mit einem gleichaltrigen in Deutschland geborenen Minderjährigen vergleichen , da ist eine vollkommen andere gesellschaftliche Sozialisierung der Fall .

Ebenso wie man einsehen muss , dass Integration in vielen Fällen heute nicht funktioniert hat und Kinder aus Clan ähnlichen Strukturen aus Osteuropa , der Türkei oder eben dem nahen Osten mitten in Deutschland eine komplett andere Konditionierung aufweisen als die meisten deutsch-stämmigen Kinder wobei je nach Milieu auch eine Durchmischung zum negativen hin stattfindet .

Wobei im Falle Freudenberg klar ist , diese Art der gesellschaftlichen Zersetzung mit immer weiter herabgesetzten Hemmschwellen und nicht mehr vorhandenen moralischen Werten auch bei deutsch-stämmigen Kindern längst angekommen ist .

Die Gesetzgebung muss sich diesen Umständen anpassen .

Das alleine genügt aber nicht , unsere Gesellschaft muss einsehen das Kinder keine Nebenbeschäftigung sind und die berufliche Verwirklichung beider Elternteile gleichzeitig , sich allen Erleichterungen zum Trotz nicht mit der Kinderbetreuung unter einen Hut bringen lässt , dabei bleiben die Kinder auf der Strecke .

Bezugspersonen der Kinder MÜSSEN die Eltern bleiben und nicht jeder von der Kindergärtnerin bis zur Tante und alle abwechseln.


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Konfuzius sagt:

Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.
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Beitrag von gnadenlos Di 18 Apr 2023, 18:16

Es muss ja nicht gleich Mord- und Totschlag sein:

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