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    Die Pauschalität der Rassismus Debatte

    Katana
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    Die Pauschalität der Rassismus Debatte  Empty Die Pauschalität der Rassismus Debatte

    Beitrag von Katana So 14 Jun 2020, 14:39

    Seit dem Mord an George Floyd und der eskalierenden Situation in den USA ist man ganz automatisch auch in unserer Gesellschaft dabei , diese Kuh mit aller Inbrunst durchs Dorf zu treiben , es scheint schon fast manisch für Deutschland zu sein , wenn irgendwo auf der Welt schlimmes passiert , dazu nichts sagen zu dürfen , ohne gleichzeitig Asche aufs eigene Haupt zu kippen .
    Als geschichtliche Erben des Holocaust scheint uns dies wohl vorgegeben .

    Ehrlich gesagt geht mir diese vollkommen übertriebene Selbstkasteiung so langsam tierisch auf die Nerven , zumal vieles was pauschal unter die Bezeichnung Rassismus eingeordnet wird , schlicht begründetes und menschlich verständliches Misstrauen darstellt .

    Rassismus in seinem eigentlichen Wortsinn ist dabei so alt wie die Menschheit selber , aber längst nicht mehr so pauschal verwendbar , wie es zu Zeiten des Kolonialismus der Fall war .
    Die Begründung ergibt sich aus dem Wandel unserer Gesellschaften und dem Eintritt ins Informationszeitalter .

    Rassismus im Ursprung ergab sich schlicht aus der menschlichen Urangst vor dem Unbekannten , in einem TO Artikel :

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_88040182/rassismus-in-deutschland-wir-sind-nicht-alle-gleich-.html

    beschwert sich die Verfasserin beispielsweise darüber das jemand ihr Haar anfassen wollte . Abgesehen davon , dass ich diese Aussage in der heutigen Zeit für Spinnerei halte , weil
    so besonders ist ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe heute in Deutschland nicht mehr , hat dies auch nichts mit Rassismus sondern mit schlichter Neugier zu tun , die gleiche Neugier
    übrigens , die Menschen auf der ganzen Welt an den Tag legten , als zum ersten Mal weiße Menschen ihr Land betraten .

    Viel wichtiger jedoch, ist die nicht beachtetet Tatsache , dass ich fremde Menschen egal welcher Hautfarbe heute nicht mehr auf Grund dieses Aussehens anders beurteile , einschätze
    und ihnen gegenüber trete, sondern weil ich als gebildeter und interessierter Mensch , sowie ich weiß woher diese Menschen kommen , einen komplett anderen Informationsstand habe ,
    als zu den Zeiten , wo Rassismus in der Hauptsache gegenüber anderen Hautfarben bestand .

    Von kulturellen Eigenarten, über gesellschaftliche Entwicklungen und Zustände, insbesondere in Bezug auf alle Dinge , die mit elementaren Menschenrechten zu tun haben , kann ich mich heute weltweit informieren und da muß ich leider sagen , was so pauschal als Rassismus abqualifiziert wird , hat vielfach nicht mit der Hautfarbe ansich mehr zu tun , sondern mit begründetem Misstrauen gegenüber den Zuständen der Gesellschaften aus denen ein Migrant oder auch nur Besucher kommt .

    Jetzt werden natürlich einige mir reflexartig pauschales Denken vorwerfen und mahnend den Zeigefinger mit den Worten "Du kannst doch nicht von Einzelfällen auf alle schließen " kommen .
    Sorry , aber doch kann ich , wenn auch oft unbewusst und vielleicht auch ungerecht , aber die Menge der Einzelfälle und der Härtegrad der gesellschaftlichen Unterschiede bewirkt dies nunmal .

    Dabei verwahre ich mich auch dagegen, dass mir als Deutscher der 1964 geboren wurde, mein angebliches Nazierbe ständig vor Augen gehalten wird und ich nahezu jeden Tag über die Presse angemahnt werde , doch diesem angeblichen Erbe besondere Verantwortung und Gedenken zuzubilligen , alle anderen Völker diese aber scheinbar nicht nötig haben , auch nicht , wenn deren teilweise pervers anmutenden , gesellschaftlichen Zustände durchaus aktuell noch aktiv sind .

    Desweiteren lehne ich die Darstellung von Rassismus als hauptsächlich weißem Problem rundweg ab , dazu mal ein paar Beispiele .

    https://wfd.de/thema/albinismus

    https://www.deutschlandfunk.de/ainu-kultur-die-versteckten-ureinwohner-japans.1242.de.html?dram:article_id=350836

    https://www.sueddeutsche.de/politik/massenmord-am-volk-der-karen-gepeinigt-im-gelobten-land-1.771473

    https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_in_Ruanda

    https://de.wikipedia.org/wiki/Indigene_V%C3%B6lker_S%C3%BCdamerikas

    Ich weiß , eine Menge zu lesen , aber es lohnt sich um klar zu erkennen , wirklicher Rassismus ist absolut farbenblind und in naherzu jeder Weltgegend und sogar innerhalb jeder Hautfarbe in einer Form vertreten , welche den vermeindlichen Rassismus in Europa in weißen Mehrheitsgesellschaften als vergleichsweise harmlos erscheinen lässt , was ihn keineswegs entschuldigen soll , aber doch ziemlich krass mit dem rassistischen Vorurteil aufräumt , Rassismus wäre in der Hauptsache weiß .

    Und im Gegensatz zu den meisten anderen Weltgegenden, wird in unserer aufgeklärten Gesellschaft dieses Problem kontrovers diskutiert und auch als Problem wahrgenommen .
    Nur leider selbst intern in unserer Gesellschaft ist man auf weißen Rassismus und weiße Diskrimminierung fixiert , obwohl Gäste und Migranten ihre kulturellen Probleme und Defizite nachweislich
    mitbringen und sie nur allzu häufig in unserer Gesellschaft auch noch praktizieren .

    Dabei scheint es massgeblicher zu sein , wenn einer SPD Politikerin aufs Kleid und den Hintern geschaut wird

    https://www.n-tv.de/politik/SPD-Abgeordnete-legt-sich-mit-AfD-an-article21841778.html

    als die alltägliche Diskrimminierung beispielsweise arabisch stämmiger Frauen in Deutschland verstärkt zu beachten .

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article145056378/Tausende-Maedchen-jaehrlich-von-Zwangsheirat-bedroht.html

    All diese Zustände sollen keineswegs als Entschuldigung für real existierenden Rassismus in Deutschland oder ganz generell in weiß dominierten Gesellschaften herhalten ,
    aber beim besten Willen erwarte ich es , mir nachzusehen , wenn mein Verhalten gegenüber Menschen anderer Hautfarbe und ethnischer, kultureller oder auch religiöser Herkunft von
    meinem Informationsstand über diese Gesellschaften vorgeprägt wird .

    Ist das pauschal , sind das Vorurteile , sicher in gewisser Hinsicht .
    Ungefähr genauso pauschal wie Deutsche als Erben Hitlers zu bezeichnen und ihnen entsprechend zu begegnen, mit dem Unterschied , dass der Nationalsozialismus in unserem Land besiegt wurde ,
    in Indien beispielsweise aber heute noch Frauen massenvergewaltigt werden , in Afrika Albinos gelyncht werden , in Südamerika indigene Minderheiten ermordet werden oder auch in Südostasien und im nahen Osten Vergewaltigungsopfer teilweise gesteinigt werden und ihnen als Opfer die Schuld für ein Verbrechen gegeben wird .

    Diese Informationen hab ich nunmal und es tut mir leid , wenn ich trotz aller Bemühungen es deswegen nicht schaffe , Menschen aus diesen Gegenden genauso zu behandeln , wie einen Schweden , Dänen oder Norweger , wo ich weiß , derartiges kommt in deren Gesellschaften eben nicht vor .

    Wenn man meint, diese Geisteshaltung wäre rassistisch , dann bin ich das wohl , wobei ich persönlich dies schlicht als begründetes Misstrauen ansehe und nur das gleiche einfordere , was man von mir als Deutschen ständig fordert , nämlich zu dem zu stehen , was in meiner Gesellschaft vorgeht und praktiziert wird .

    gnadenlos
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    Die Pauschalität der Rassismus Debatte  Empty Re: Die Pauschalität der Rassismus Debatte

    Beitrag von gnadenlos So 14 Jun 2020, 21:30

    Genderwahn und Rassismuswahn - nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft weit verbreitet.

    Die Grünen bspw. wollen den Begriff "Rasse" aus dem Grundgesetz streichen und durch das Wort "Ethnie" ersetzen. Linke, SPD und Union sind da keineswegs intelligenter. Tatsächlich zeigen solche Ansinnen die geistige Verwesung. Statt Probleme anzugehen, werden das Grundgesetz und die Sprache bis zum Erbrechen vergewaltigt.

    Natürlich gibt es Rassismus überall. Meist handelt es sich aber eher um Kleingeistigkeit. Nicht irgendeine "Rasse" (oder Ethnie) ist ein Problem.

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