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Sowjetische Panzer in Berlin [Beendet]

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Beitrag von Abriter Fr 15 Apr 2022, 17:37

*** Diese Umfrage ist beendet ***

Mehrere sowjetische Denkmäler stehen bis heute in Berlin – und sorgen im Zuge des Krieges in der Ukraine nun für Diskussionen. Jeweils zwei Panzer und Kanonenhaubitzen sind es, die der Berliner CDU ein Dorn im Auge sind.

CDU will Panzer entfernen

Mit den sowjetischen Ehrenmälern in Berlin sollen die gefallenen Soldaten im WKII geehrt werden. Nun sollen die Denkmäler aber verschwinden.

Wie ist eure Meinung dazu?
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Beitrag von Trulla Fr 15 Apr 2022, 18:33

t-online schrieb:Stefanie Bung, stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, sagte dem Nachrichtenmagazin, die T-34-Panzer im Tiergarten stünden heute nicht mehr für die Befreiung Deutschlands von den Nazis, sondern für "Menschenleben missachtende Kriegsführung des Putin-Regimes". Deshalb sollten sie aus dem Stadtbild verschwinden.

Der Grund, weshalb sie dort stehen, liegt in der Vergangenheit. Ist der ursprüngliche Gedanke, die toten Soldaten des WKII zu ehren, etwa nicht mehr gegeben? Ich finde, sie sollten bleiben. Ich halte auch nichts davon, sonstige Denkmäler abzureißen und Straßen umzubenennen. Wir ändern die Vergangenheit nicht, nur weil sie sie verleugnen.
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Beitrag von Abriter Fr 15 Apr 2022, 21:01

Ganz meine Meinung. Gerade solche Ehren-/Denkmale sind ja auch Mahnmale.

Bei Straßennamen sehe ich das etwas differenzierter. Ich bin ganz froh, dass es bspw. keine Adolf-Hitler-Straßen, -Wege, -Plätze etc. mehr gibt. Smile
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Beitrag von Oskar Fr 15 Apr 2022, 21:14

Sehe ich auch so. Persönlichkeitsdenkmäler kann man durchaus abreißen, wenn sich der Heldenstatus des Dargestellten als nicht gegeben erweist. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass in Russland eines Tages alles was an Putin erinnert, beseitigt wird.
Hier geht es aber um ideelle Werte. Die sowjetischen Soldaten mussten einen hohen Blutzoll entrichten, ihrer wird gedacht, nicht etwa einer Person. Es gibt ja auch ein Völkerschlachtdenkmal.
Allerdings sollte man klar trennen: Die Rote Armee hat die Nazis besiegt, nicht aber Deutschland befreit.
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Beitrag von Katana So 17 Apr 2022, 12:30

Oskar schrieb: Es gibt ja auch ein Völkerschlachtdenkmal.
Allerdings sollte man klar trennen: Die Rote Armee hat die Nazis besiegt, nicht aber Deutschland befreit.

Moin Oskar und genau deswegen bin ich der Meinung , weg mit dem Geraffel , was den Sieg Stalins über Hitler glorifiziert .

Es kämpfte im WKII an dieser Front Pest gegen Cholera .
Das Völkerschlachtdenkmal, was du als Beispiel nennst ist eine ganz andere Geschichte, hier kämpfte eine Allianz gegen einen Eroberer, der wie später Hitler beinahe ganz Europa überrannt hatte, weil in seinen Gedankengängen die politische Lage in Europa zu kompliziert war und ein gemeinsamer Führer doch viel praktischer wäre und der natürlich Napoleon heißen musste .

Ebenso wie Stalin im WKII nichts befreien wollte , sondern ihm der Angriff Hitlers sogar gelegen kam , weil er der ganz ähnliche Pläne in die andere Richtung hatte dadurch moralisch aus dem Schneider war(Siehe Russisch/Finnischer Krieg und geheime Aufteilung Polens) .
Stalin wollte ebenso wie Hitler eine diktatorische Neuordnung Europas , die er ja in Osteuropa und der Hälfte Deutschlands über Jahrzehnte verwirklichte .

Da waren keine demokratischen Gedanken, wie sie ein Roosevelt in seiner neuen Weltordnung mit der Schaffung der UN verwirklichen wollte.
Die Freiheit , die Demokratie, die kam nur aus dieser Richtung und dort sind Denkmäler auch berechtigt , selbst wenn man über die Methoden der westlichen Alliierten durchaus geteilter Meinung sein kann , im Hinblick auf die propagierten Ziele .

Trotzdem kann man den amerikanischen Einfluss gar nicht hoch genug bewerten, da dieser auch innerhalb der Alliierten den Druck aufbaute, sich vom Kolonialzeitalter zu verabschieden , selbst Churchill musste einsehen , dass selbst bei einem Sieg das britische Empire nach und nach sein Ende finden musste , ebenso wie die anderen europäischen Kolonialmächte in Afrika und im pazifischen Raum .

All das verdient Mahnung und Erinnerung in Form von Denkmälern , eine Masse von Bauern und Arbeitern teilweise mit brutalster Gewalt und barbarischen Methoden in ein jahrelanges Blutbad zu treiben , dagegen nach meiner Meinung nicht , zumindest nicht in Form von Panzern und anderem militärischen Gerätschaften .

Den russischen Soldaten kann man auch schlichter gedenken , was nach meiner Ansicht auch würdiger wäre .
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