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    Umweltaktivisten betonieren sich auf Straße ein.

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    Umweltaktivisten betonieren sich auf Straße ein. - Seite 3 Empty Re: Umweltaktivisten betonieren sich auf Straße ein.

    Beitrag von Oskar Di 25 Okt 2022, 22:28

    Katana schrieb:


    Na ja Oskar , machen wir mit der Kritik an diesen Leuten nicht das Gleiche ?

    Wir erklären (ich auch ) was nach unserer Meinung an Protest nicht funktioniert , nur löst dies das Problem auch nicht .
    Welcher Protest funktioniert denn , womit wird denn was erreicht ?

    Zigtausend qualifizierte Leute erzählen den Verantwortlichen seit Jahren, was passieren wird , wenn man nicht gegensteuert und da ist im Stau stehen oder zu spät zur Arbeit kommen wirklich das kleinste Problem, wirklich was gemacht wird aber trotzdem nicht.

    Aktuell möchte uns die EU Kommission mit der nächsten Euro Norm noch mehr Geld aus der Tasche ziehen , wenn es ums Auto fahren geht , als ob Geld das Problem lösen würde .

    Anstatt einfach mal beispielsweise zu fordern , ab 2025 werden PKWs die real mehr als 5 Liter auf 100 Km saufen verboten , das wäre mal konsequent.

    Im Bezug auf diese jungen Menschen bleibt aber trotzdem die Frage , welcher Protest denn nun was bringen könnte , wäre Gewalt vielleicht eine Alternative , etwas was diese Leute aber ablehnen , ehrlich gesagt fällt mir auch nicht mehr viel ein .

    Nur der Hinweis , dass es immer ziemlich einfach ist zu verurteilen und zu meinen dieses oder jenes täte nichts bringen .

    Na ja, Katana, das Klima ist ein ziemlich komplexes und vor allem sehr langsam reagierendes System. Fakt ist wohl, dass wir seit Jahrzehnten eine Erderwärmung haben, dies lässt sich kaum leugnen.
    Die Gründe hierfür können aber verschiedener Natur sein. Man hat sich nun mal auf die CO2 Konzentration in der Atmosphäre als Ursache eingeschossen, sicher ist dies definitiv nicht. Dass die Mehrzahl der Klimaforscher des Weltklimarates dieser Meinung sind sagt gar nichts. Sie und ihre Institute werden von den Regierungen bezahlt und werden kaum gegen eine etablierte Meinung angehen.

    Man müsste also zunächst die möglichen Ursachen eingrenzen, Hierzu wäre es z. B. sinnvoll gewesen, langfristig erst aus der Kohle und dann aus der Kernkraft auszusteigen. Diese gilt ja als CO2 frei. Die Kohlekraftwerke hätte man durch Gaskraftwerke ersetzen können, die hätten nur 40% des CO2 Ausstosses gehabt.

    Laschet hatte das während des Wahlkampfes mal angedacht, lange vor dem russischen Angriffskrieg. Gaskraftwerke braucht man ja jetzt zur Überbrückung sowieso, um sie später mit Wasserstoff weiter zu betreiben.
    Dann hätte man festgestellt ob das einen Einfluss auf den Temperaturanstieg gehabt hätte. Wenn ja, wäre man auf der richtigen Fährte gewesen, wenn nein hätte man weiter suchen müssen.

    Das planlose Aufstellen von mittlerweile ca. 35.000 Windrädern hat bezüglich der Temperaturerhöhung überhaupt nichts gebracht. Solange keine großtechnisch realisierbare Speichertechnik vorhanden ist, und die wird es in absehbarer Zeit nicht geben, muss für die Stromversorgung eine komplette konventionelle (fossile) Reserve ständig betriebsbereit gehalten werden. Und momentan haben wir deshalb eine doppelte Stromversorgung. Den Einfluss auf das Klima kann man somit vergessen.
    Darauf wird seit über 10 Jahren ebenfalls von Fachleuten hingewiesen.
    Das nur als Beispiel, dass eine Einflussnahme auf das Klima nicht so einfach ist.

    Und dann, wann betrachten die Asphaltkleber ihren Protest als erfolgreich? Selbst wenn eine richtige Maßnahme angestoßen wird, kann es Jahre dauern bis sie messbar durchschlägt.

    Wie gesagt am Klima was zu drehen, ist eine ganz andere Nummer als mal eine Umgehungsstraße zu bauen.


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    Umweltaktivisten betonieren sich auf Straße ein. - Seite 3 Empty Re: Umweltaktivisten betonieren sich auf Straße ein.

    Beitrag von Oskar Di 25 Okt 2022, 22:35

    Abriter schrieb: Der damit einhergehende Rückwärtsgang und Verzicht wird aber weder dieser Generation noch Indien oder China schmecken geschweige denn von denen vollzogen!

    Im Gegenteil! Wer will beiden Staaten und sowohl dem afrikanischen und lateinamerikanischen Kontinent verbieten zunächst mal den Vorwärtsgang einzulegen. Das Problem wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Was, wenn man überall 1 SUV, ein konventionellen Kombi und ein E-Fahrzeug als Standard pro Familie haben will?
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    Beitrag von gnadenlos Fr 04 Nov 2022, 17:07

    Nach dem Tod einer Radfahrerin in Berlin wurde Kritik an den Blockadeaktionen der "Letzten Generation" geübt. Auch wenn der Verkehrsstau vermutlich nicht zum Tod beigetragen hat, täte diese Gruppe gut daran, mal über ihre Aktionen nachzudenken. Stattdessen machen diese Früchtchen jetzt einen auf Opfer.

    Wann begreifen diese Leute, dass sich ihre dämlichen Aktionen gegen die falschen Adressaten richten? Hinterfragen die auch ihre eigene Verantwortung zu dem, was sie pauschal fordern, ihr eigenes Leben, ihren eigenen Konsum usw.? Wohl kaum.
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    Beitrag von Oskar Fr 04 Nov 2022, 18:14

    Wie der Lokalsender Antenne Bayern vor etwa einer Stunde meldete, werden in München einige Kleber, die sich am Stachus festgeklebt hatten für 30 Tage in Polizeigewahrsam genommen. Bei einer Wiederholungsgefahr einer Ordnungswidrigkeit ist dies wohl möglich. Die Polizei kann dann direkt eine richterliche Verfügung beantragen, was wohl geschehen ist.
    Sie müssen die nächsten 30 Tage in der JVA München-Stadelheim, im Volksmund "St. Adelheim" genannt, verbringen. Dort können sie sicher angeregte Diskussionen mit aufmerksamen Zuhörern verbringen.
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    Beitrag von gnadenlos Fr 04 Nov 2022, 22:31

    Oskar schrieb:
    Sie müssen die nächsten 30 Tage in der JVA München-Stadelheim, im Volksmund "St. Adelheim" genannt, verbringen. Dort können sie sicher angeregte Diskussionen mit aufmerksamen Zuhörern verbringen.

    Gut so! Diese permanente Nötigung irgendwelcher Mitmenschen darf nicht länger ungestraft hingenommen werden.
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    Beitrag von Katana Sa 05 Nov 2022, 14:18

    Selbst wenn ich die Aktionen dieser Menschen in dieser Form nicht in Ordnung finde , finde ich es ebenso wenig in Ordnung Menschen ohne Gerichtsverfahren 30 Tage einzusperren , weil unsere Justiz nicht im Stande ist , ein schnelles Gerichtsverfahren in die Wege zu leiten .

    Menschen wegsperren zu können, nur auf die Verfügung eines Richters hin , ohne Widerspruchsmöglichkeit oder Rechtsbeistand ist schlicht staatliche Willkür und hat mit Demokratie und Rechtstaatlichkeit nichts zu tun .

    Abgesehen davon fehlt auch hier jedwedes Maß, Diebe , Schläger u.a. kommen nicht einmal in Untersuchungshaft weil angeblich keine Haftgründe vorliegen aber Demonstranten werden ohne Verfahren weggesperrt, sowas steht in keinem Verhältnis zueinander.

    Verstehen wir uns nicht falsch, ich bin durchaus der Meinung, dass diese Leute auch mit einer Gefängnisstrafe im genannten Rahmen bestraft werden sollten , ABER NICHT ohne Prozess rein auf die Anweisung eines einzelnen Menschen . Wer das gut findet, braucht sich über das Verhalten in Diktaturen, wo Polizisten einfach Menschen von der Straße weggreifen nicht aufregen.
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    Beitrag von gnadenlos Sa 05 Nov 2022, 15:54

    Der Vergleich mit Straftätern, die man gefühlt mit Samthandschuhen anfasst, ist im ersten Moment verständlich aber dennoch nicht richtig. Er hinkt schon deshalb, weil der Polizeigewahrsam nichts mit einer Verhaftung, mit einem Strafverfahren und schon gar nichts mit einer Verurteilung zu tun hat. Der verlängerte Gewahrsam kann also auch einen Dieb oder Schläger treffen, ganz unabhängig vom Strafverfahren.

    Der Gewahrsam, ob Schutz- oder Sicherungsgewahrsam, ist ein uralter, in den Landesgesetzen verankerter Hut und Polizeialltag. Was im konkreten Fall besondere Aufmerksamkeit erzeugt, ist
    die Öffentlichkeit der Sache bzw. das tatsächliche (sonst nur juristische) Öffentliche Interesse und vielleicht die beantragte und genehmigte Dauer.

    Man muss keinen Polizeistaat oder gar eine Diktatur befürchten, wenn ein Alltagsgesetz nunmehr in der (von den Betroffenen gewählten) Öffentlichkeit angewendet und der Rahmen auf dessen Grundlage einmal ein wenig ausgeschöpft wird.
    Die Aufgabe des Richters besteht darin zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für einen verlängerten Gewahrsam gegeben sind. Und selbstverständlich steht es den Betroffenen frei, einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen. Es gibt sowohl eine polizeiliche als auch eine richterliche Anhörung.

    Im konkreten Fall wurden alle Anhörungen von ein paar wenigen Aktivisten vorsätzlich versemmelt, um dann medienwirksam in den Gewahrsam zu wandern. Sie wurden erwischt, mit Auflagen versehen und verwarnt, gaben aber an, es sofort wieder zu tun. Sie taten es sofort wieder, wurden erwischt, mit Auflagen versehen und verwarnt, gaben aber wieder an, es sofort wieder zu tun. Bei so viel Vorsatz bleibt leider nur der Gewahrsam, den die Aktivisten wissentlich und ganz bewusst in Kauf genommen haben. Meines Erachtens ist das schon mehr ein Schutz- als ein Sicherungsgewahrsam.

    Der Klageweg steht diesen Berufsaktivisten natürlich offen – logischerweise ohne aufschiebende Wirkung. Keine Sorge; unser Rechtsstaat bleibt trotz mancher Zweifel einer der besten.
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    Beitrag von Katana Sa 05 Nov 2022, 16:20

    GN , da eierst du nach meiner Ansicht schlicht rum, weil du dich persönlich angepisst fühlst von diesen Leuten und sie schlicht lästig sind .

    30 Tage Knast sind 30 Tage Knast , egal wie man das nennen möchte oder nicht und es ist in meinen Augen auch kein Zufall , dass dies ausgerechnet in Bayern plötzlich so drastisch angewandt wird , nicht nur im aktuellen Fall , sondern auch schon vorher , weil da rein zufällig eine Veranstaltung von BMW gestört wurde :-))

    Diese Möglichkeit des Gewahrsams in dieser Länge ist auch kein uraltes Landesrecht sondern stammt aus einer Gesetzesnovelle von 2018 , die verfassungsrechtlich höchst umstritten ist .



    Für mich steht diese Nummer einmal mehr für die Unfähigkeit dieses Staates geltendes Recht , wenn es notwendig ist , schnell und unmissverständlich durchzusetzen .
    Diese Unfähigkeit darf aber nicht wie hier in willkürliches wegsperren unbequemer Menschen münden, deren Motivation und Zielsetzungen obendrein dieser Gesellschaft nicht schaden sondern nutzen soll .
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    Beitrag von gnadenlos Sa 05 Nov 2022, 16:43

    Zwar ist das PAG in Bayern relativ neu als Grundlage, aber der Gewahrsam selbst ist ein uralter Hut (in allen Bundesländern) und bleibt es auch trotz dieser T-Online-Parole. Du kannst ja mal gucken, was in SH oder auch in Niedersachsen alles unter POL-Aufgaben etc. fällt, da falle ich als Papier-Hesse glatt vom Glauben ab. Aber alles halb so wild, ebenso der Gewahrsam.

    Nein, da eiere ich gar nicht herum. Es spielt für mich auch gar keine Rolle, ob es ich hierbei um Klebe-Aktivisten oder Gullydeckel-Ausheber dreht. Beide sind, wie der Dieb oder der Schläger, von dieser Maßnahme gleichermaßen betroffen (in Bayern ebenso wie in Hessen), wenn sie auf dem Absatz kehrt ihre Tat trotz Verwarnung und Auflagen wiederholen und nach der Tat eine dritte, vierte, fünfte umgehende Wiederholung glaubhaft ankündigen. Und nochmal: Der Gewahrsam hat nichts mit einem Verfahren oder gar einer Bestrafung oder einem Urteil zu tun. Solange es nicht darum geht, behördliche Maßnahmen zu sichern, liegt die Frage eines Sicherungsgewahrsams immer in der Hand des Betroffenen, auch unter dem bayerischen PAG. Da hat niemand das Recht, sich zum Opfer zu erklären.

    PS: Die Umsetzung des geltend Rechts in Sachen Verfahren ist ein gänzlicher anderer Schuh.
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    Beitrag von Katana Sa 05 Nov 2022, 16:58

    gnadenlos schrieb:

    Nein, da eiere ich gar nicht herum. Es spielt für mich auch gar keine Rolle, ob es ich hierbei um Klebe-Aktivisten oder Gullydeckel-Ausheber dreht. Beide sind, wie der Dieb oder der Schläger, von dieser Maßnahme gleichermaßen betroffen (in Bayern ebenso wie in Hessen), wenn sie auf dem Absatz kehrt ihre Tat trotz Verwarnung und Auflagen wiederholen und nach der Tat eine dritte, vierte, fünfte umgehende Wiederholung glaubhaft ankündigen. Und nochmal: Der Gewahrsam hat nichts mit einem Verfahren oder gar einer Bestrafung oder einem Urteil zu tun.

    PS: Die Umsetzung des geltend Rechts in Sachen Verfahren ist ein gänzlicher anderer Schuh.

    Aber sowas von :-))

    Auch dein Versuch der Unterscheidung ist pures rumeiern weil wegsperren nun einmal wegsperren bedeutet , vollkommen egal wie man das nennen möchte , es ist eine Gefängnisstrafe zu der man in einem funktionierenden Rechtstaat nur verurteilt kann , aber nicht von einem Amtsrichter einfach verdonnert wird .

    Und nein, ist ist kein anderer Schuh wenn man in Unfähigkeit sofortiger Rechtsprechung einfach eine behördliche Anordnung durchführt, weils ja schön einfach ist .

    So langsam kommt mir das wirklich so vor , dass die Hauptwut auf diese Leute daraus resultiert , weil sie die Bevölkerung nötigen aus ihrer Komfortzone heraus zu kommen .
    Protest oder Demos aber ja doch, Klimaschutz als Thema ist ja wichtig !!!!! , aber nur wenn er bequem ist und zu Zeiten und an Orten durchgeführt wird , wo es mich nicht interessieren muss und überhaupt stört mich nicht weiter, bin gerade dabei mir einen neuen SUV für die tägliche 5Km Fahrt an den Arbeitsplatz in der Innenstadt zu kaufen .

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 21 Mai 2024, 21:36