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    Beitrag von gnadenlos Fr 19 Feb 2021, 20:27

    Ich bin ja schon sehr für Wissenschaft, Forschung und Gedöns. Man kennt den eigenen Planeten nicht, sucht aber sein Heil auf einem anderen, unbekannten Ball. Mit den Hunden pinkeln wollen, aber das Beinchen nicht heben können. Smile
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    Beitrag von Oskar Mo 09 Aug 2021, 01:33

    Katana schrieb:Hi Oskar , als Trekkie der ersten Stunde finde ich diese Thematik echt spannend und bin so ein wenig zur richtigen Zeit geboren .

    Als Kind hab ich die Mondlandung verfolgt und war fasziniert von einem Autor wie Jules Verne , der all diese Dinge vorausgesagt und in seinen Büchern trefflich beschrieben hat .
    Danach kamen die Space Shuttles , die schon ein wenig wie Raumschiffe aussahen und jetzt kommt die Privatwirtschaft , der Übergang der Raumfahrt zur "Normalität" .

    Ich bin gespannt , was noch kommt .

    Was wird sich bei den Antrieben tun , wird man die Startbasen in die Umlaufbahn bringen , um das Problem der Energie für den Erdstart zu umgehen , wird man an der Lichtgeschwindigkeit kratzen und wenn ja wie dicht kommt man ran oder gehts am Ende doch noch den Schritt weiter , der praktisch alles möglich macht .

    Wenn ja , wohl nicht mehr zu meinen Lebzeiten , aber spannend bleibt es allemal .

    Da gab es am Sa. 07. 08. eine echt interessante Sendung in Arte dazu:

    https://www.arte.tv/de/videos/051146-002-A/leben-im-all/

    Falls der Link nicht klappt: Leben im All - unterwegs zu einem neuen Planeten  bei arte.tv

    In Form einer 52 minütigen Dokumentation wird die unbemannte Expedition zu einem Exoplaneten in unmittelbarer Nähe unseres Sonnensystems (4,5 Lichtjahre entfernt) auf wissenschaftlicher Basis dargestellt.

    Szenario: Im Jahre 2050 entdeckt man im Sternensystem Alpha Centauri einen Planeten, der nach astrophysikalischen Analysen die Voraussetzungen für Leben aufweist, in nur 4,5 Lichtjahren Entfernung.

    Die Menschheit beschließt, ein Raumschiff zu bauen, das eine unbemannte Sonde nach 45 Jahren Flug dort absetzten soll.

    Das Raumschiff hat gigantische Ausmaße: Gesamtmasse 200.000 to, um schließlich eine Nutzlast von 20 to am Ziel abzusetzen. Es kann natürlich nicht von der Erde aus starten, sondern muss im Weltraum zusammengebaut werden Der Bau beschäftigt Ingenieure und Wissenschaftler 100 Jahre lang. Im Jahr 2151 bricht es schießlich auf, unbemannt und völlig autark kontrolliert.

    Die Dokumentation stellt die zu lösende Probleme dar und versucht wissenschaftlich fundierte Lösungen zu präsentieren.

    Ist ganz interessant.
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    Beitrag von Trulla Mo 09 Aug 2021, 08:53

    Oskar schrieb:
    Szenario: Im Jahre 2050 entdeckt man im Sternensystem Alpha Centauri einen Planeten, der nach astrophysikalischen Analysen die Voraussetzungen für Leben aufweist, in nur 4,5 Lichtjahren Entfernung.

    Es bringt nix, das "Problem Menschheit" auszulagern, an anderer Stelle so weiterzumachen wie bisher und den nächsten Planeten plattzumachen. Wir sollten erstmal hier auf unserem Planeten für Ordnung sorgen. Geburtenkontrolle, Umweltschutz, Schonung der Ressourcen, Entwicklung neuer Ressourcen. Einen Schritt zurückgehen und nicht gegen jede Krankheit ein Mittelchen finden ...
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    Beitrag von Katana Mo 09 Aug 2021, 20:59

    Moin Oskar

    Besten Dank für den Link , hat funktioniert und war sehr interessant anzuschauen .

    Die Zeiträume sind realistisch und zeigen eher auf , dass es eine Auslagerung des Problems Mensch von der Erde eben nicht geben wird , da wir beim jetzigen Tempo der Zerstörung unseres Lebensraumes , die Zeit selber zu den Sternen zu fliegen , eben nicht mehr haben werden .

    Sofern wir nicht erstmal die Probleme auf diesem Planeten in den Griff bekommen , wird es mit ziemlicher Sicherheit zu interplanetaren Reisen nicht mehr kommen .
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    Beitrag von Gast Mo 09 Aug 2021, 21:40

    Oskar schrieb:

    Da gab es am Sa. 07. 08. eine echt interessante Sendung in Arte dazu:

    https://www.arte.tv/de/videos/051146-002-A/leben-im-all/

    Falls der Link nicht klappt: Leben im All - unterwegs zu einem neuen Planeten  bei arte.tv

    In Form einer 52 minütigen Dokumentation wird die unbemannte Expedition zu einem Exoplaneten in unmittelbarer Nähe unseres Sonnensystems (4,5 Lichtjahre entfernt) auf wissenschaftlicher Basis dargestellt.

    Szenario: Im Jahre 2050 entdeckt man im Sternensystem Alpha Centauri einen Planeten, der nach astrophysikalischen Analysen die Voraussetzungen für Leben aufweist, in nur 4,5 Lichtjahren Entfernung.

    Die Menschheit beschließt, ein Raumschiff zu bauen, das eine unbemannte Sonde nach 45 Jahren Flug dort absetzten soll.

    Das Raumschiff hat gigantische Ausmaße: Gesamtmasse 200.000 to, um schließlich eine Nutzlast von 20 to am Ziel abzusetzen. Es kann natürlich nicht von der Erde aus starten, sondern muss im Weltraum zusammengebaut werden Der Bau beschäftigt Ingenieure und Wissenschaftler 100 Jahre lang. Im Jahr 2151 bricht es schießlich auf, unbemannt und völlig autark kontrolliert.

    Die Dokumentation stellt die zu lösende Probleme dar und versucht wissenschaftlich fundierte Lösungen zu präsentieren.

    Ist ganz interessant.


    Ich schicke voraus, ich habe davon nicht viel Ahnung. Aber mehrere Fragen. Wenn der Musk da bis 2050 etwa 1 Million Menschen ansiedeln will, wovon sollen die denn Leben? Wie muss man sich das vorstellen?

    Gibt es eine Atmosphäre, eine Schwerkraft, ich sehe da nur Wüste, keinen Baum keinen Strauch, kein Wasser , kein wirkliche Sonneneinstrahlung. Was ist mit den Temperaturen? Wie sollen die Menschen atmen?
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    Beitrag von Katana Mo 09 Aug 2021, 21:58

    Leon0822 schrieb:

    Ich schicke voraus, ich habe davon nicht viel Ahnung. Aber mehrere Fragen. Wenn der Musk da bis 2050 etwa 1 Million Menschen ansiedeln will, wovon sollen die denn Leben? Wie muss man sich das vorstellen?

    Gibt es eine Atmosphäre, eine Schwerkraft, ich sehe da nur Wüste, keinen Baum keinen Strauch, kein Wasser , kein wirkliche Sonneneinstrahlung. Was ist mit den Temperaturen? Wie sollen die Menschen atmen?    

    Der gute Elon redet vom Mars Gregor , den erreicht man im günstigsten Falle in einem halben Jahr .

    Um deine Frage zu beantworten , hier wäre noch eine Dauerversorgung von der Erde aus machbar , wenn auch aufwändig .

    Wasser muss mit Glück nicht dauernd transportiert werden , es existiert auf dem Mars .

    Die Rede hier ist aber von einem Planeten in 4.5 Lichtjahren Entfernung , was mit normalen Raketenantrieben ungefähr 40000 Jahre Reisedauer bedeutet .
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    Beitrag von Gast Mo 09 Aug 2021, 22:21

    Katana schrieb:

    Der gute Elon redet vom Mars Gregor , den erreicht man im günstigsten Falle in einem halben Jahr .

    Um deine Frage zu beantworten , hier wäre noch eine Dauerversorgung von der Erde aus machbar , wenn auch aufwändig .

    Wasser muss mit Glück nicht dauernd transportiert werden , es existiert auf dem Mars .

    Die Rede hier ist aber von einem Planeten in 4.5 Lichtjahren Entfernung , was mit normalen Raketenantrieben ungefähr 40000 Jahre Reisedauer bedeutet .


    Mal ganz abgesehen davon, dass es dann noch immer kein Grün gäbe , kein Haus , Kein Baum, Keine Sonne , keinen Strom, keinen Sauerstoff und wahrscheinlich auch keine Anziehungskraft, bist du mal von Barcelona nach Miami mit dem Schiff gefahren? Das sind 6 Tage, und da bist du erst in Antigua, nach 3 drehst du durch, weil du nicht mehr weißt wie du die Zeit rumkriegst. Wer setzt sich dann ein halbes Jahr in einen Shuttle?

    Naja egal, ich erlebe das eh nicht mehr.
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    Beitrag von Trulla Mo 09 Aug 2021, 22:26

    Leon0822 schrieb:Wer setzt sich dann ein halbes Jahr in einen Shuttle?

    Schaust Du denn nie Sciene Fiction? Einfrieren ist die Lösung. Cool Auch für länger als ein halbes Jahr.

    Aber ehrlich gesagt bin ich auch froh, dass ich zu alt bin für solche Experimente und mich auch deshalb keiner mehr mithaben will. Ich bleibe dann mal hier. cheers
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    Beitrag von Oskar Mo 09 Aug 2021, 22:30

    Katana schrieb:Moin Oskar

    Besten Dank für den Link , hat funktioniert und war sehr interessant anzuschauen .

    Die Zeiträume sind realistisch und zeigen eher auf , dass es eine Auslagerung des Problems Mensch von der Erde eben nicht geben wird , da wir beim jetzigen Tempo der Zerstörung unseres Lebensraumes , die Zeit selber zu den Sternen zu fliegen , eben nicht mehr haben werden .

    Sofern wir nicht erstmal die Probleme auf diesem Planeten in den Griff bekommen , wird es mit ziemlicher Sicherheit zu interplanetaren Reisen nicht mehr kommen .

    Moin Katana

    das ist auch aus meiner Sicht die eindeutige Schlußfolgerung aus dieser Dokumentation. Neben den technischen Problemen für eine interstellare Raumfahrt die auch in diesem Film nach wie vor vorhanden sind, (200.000-Tonnen Raumschiff, das vorwiegend aus Treibstoff und Struktur besteht um eine Nutzlast von 20 to ans Ziel zu bringen), liegt das eigentliche Problem auf der sozialen Seite.
    In dem Film wurde ja zu Beginn erwähnt, dass die gesamte Menschheit das Projekt will, einzig zu dem Zweck, an Wissen zu gelangen, nämlich das Wissen ob es außer uns noch Leben im Universum gibt. Dann am Schluss: ein solches Projekt kann nur die gesamte Menschheit gemeinsam stemmen.

    Und genau daran hapert es. Um interstellare Raumfahrt zu betreiben müsste die Menschheit sämtliche Probleme auf ihrem Heimatplaneten gelöst haben. Also, Kriege, soziales Ungleichgewicht, keine Nationalstaaten mehr, Umweltprobleme. Erst dann hätte man die Mittel um überhaupt an sowas zu denken. Und davon sind wir auf der Erde mehr als jene 4,5 Lichtjahre zu Minerva B entfernt.

    Es wird nichts mit weglaufen, wenn hier alles kaputt ist.
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    Beitrag von Gast Mo 09 Aug 2021, 22:44

    Trulla schrieb:

    Schaust Du denn nie Sciene Fiction? Einfrieren ist die Lösung. Cool Auch für länger als ein halbes Jahr.

    Aber ehrlich gesagt bin ich auch froh, dass ich zu alt bin für solche Experimente und mich auch deshalb keiner mehr mithaben will. Ich bleibe dann mal hier. cheers


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